Zahl der Fahrradunfälle um ein Drittel gestiegen
In Marzahn-Hellersdorf wird das Radfahren immer gefährlicher

Das Radfahren wird im Bezirk immer gefährlicher. Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Radfahrern ist im Bezirk im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr um ein Drittel gestiegen.

Der Bezirk bewegte sich damit in Berlin an der Spitze einer bedenklichen Entwicklung. In der ganzen Stadt steigt die Zahl der Verkehrsunfälle mit Radfahrern an. Laut einem Bericht der Senatsverkehrsverwaltung gab es 2017 insgesamt 7011 Unfälle mit Radfahrern. Im vergangenen Jahr schon 8021.

Die meisten Unfälle geschehen zwar weiterhin in der Innenstadt. Der Bezirk Mitte ist dabei trauriger Spizenreiter mit 1661 Unfällen im Jahr 2018. Ein Jahr zuvor waren es noch 1431 mit Beteiligung von Radfahrern.

Den stärksten Anstieg verzeichnen jedoch Außenbezirke wie Reinickendorf und Marzahn-Hellersdorf. Am östlichen Stadtrand stieg die Zahl der Verkehrsunfälle mit Radfahrern von 235 in 2017 auf 314 im vergangenen Jahr.

Der SPD-Abgeordnete Sven Kohlmeier macht unter anderem den rot-rot-grünen Senat für den Anstieg verantwortlich. Er bezeichnet die Verkehrspolitik als unausgewogenen. Diese konzentriere sich bei der Umsetzung des Berliner Mobiliätsgesetzes zu sehr auf die Innenstadtbezirke, vernachlässige aber die Außenbezirke. „Die Radwege insbesondere in den Außenbezirken sind häufig marode, zu eng oder schlichtweg nicht existent“.

Die Stadtteilgruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) Wuhletal macht die schlechte Infrastruktur im Bezirk für den Anstieg der Unfälle verantwortlich. Problemzonen seien zum Beispiel Brückenbauwerke ohne Radwege wie die Marzahner Brücke, Kreuzungen und Überfahrten. „Außerdem parken immer mehr Lkw und Pkw die rechten Fahrbahnen in vielen Straßen zu“, sagt die stellvertretende Sprecherin Grit Lehmann.

Autor:

Harald Ritter aus Marzahn

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