Das Grünflächenamt rettet Skulpturen

Rainer Krohne vom Grünflächenamt ist stolz auf die zwei Meter hohe Skulptur einer Tulpenblüte. Ihre gewschwungenen Blätter fomen ein leichtes Oval und fassen in ihrer Mitte eine Kugel ein, aus der einst ein Wasserstrahl austrat.
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  • Rainer Krohne vom Grünflächenamt ist stolz auf die zwei Meter hohe Skulptur einer Tulpenblüte. Ihre gewschwungenen Blätter fomen ein leichtes Oval und fassen in ihrer Mitte eine Kugel ein, aus der einst ein Wasserstrahl austrat.
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Marzahn. Der Betriebshof des Grünflächenamtes an der Klandorfer Straße wird Ende Juni aufgegeben und verkauft. Die Mitarbeiter ziehen an den neuen Standort am Schkopauer Ring und nehmen wertvolle Zeugnisse der Geschichte mit.

Rainer Krohne, Leiter der allgemeinen Inspektion des Straßen- und Grünflächenamtes, hat mehrfach Kunstwerke gerettet. Ihm und seinen Mitarbeitern ist es beispielsweise zu verdanken, dass im Clara-Zetkin-Park eine Statue der Namensgeberin steht.

Das Kunstwerk stand ursprünglich auf dem Gelände des Lehrerbildungsinstituts am Prerower Platz in Hohenschönhausen. Als das Gebäude abgerissen wurde, ließ Krohne es von Mitarbeitern des Grünflächenamtes nach Marzahn bringen und im Park aufstellen. Die zur Einweihung des Parks enthüllte Büste war Anfang der 1990er-Jahre gestohlen worden.

Eines der letzten geretteten Kunstwerke ist eine Beton-Tulpe. „Die Tulpe haben wir beim Abriss der Kaufhalle und Gaststätte Geißenweide gerettet“, erzählt Krohne. Sie zierte den 1984 in Betrieb genommenen Brunnen „Wasserpyramide“ des Künstlers Lothar Scholz. Der Brunnen musste Mitte der 90er-Jahre dem Neubau eines Geschäftshauses weichen. Im Rahmen der IGA 2017 könnte die Skulptur eine neue Verwendung finden. Es liege die Anfrage eines Künstlers vor.

Ein noch schwererer Brocken auf dem Betriebshof ist der Rest einer Säule. Das Stück Sandstein ist 2,50 Meter lang, hat einen Durchmesser von 1,20 Meter und wiegt etwa viereinhalb Tonnen. Die Mitarbeiter des Grünflächenamtes fanden es auf einem Grundstück in Kaulsdorf.

„Ursprünglich haben wir gedacht, dass diese Säule mal zum Schloss Biesdorf gehörte“, erzählt Werkhofmitarbeiter Matthias Lauendorf. Denkmalschützer sahen das Säulenfragment sich 2012 an und schlossen das aus. Es gehöre wahrscheinlich ursprünglich zum Berliner Schloss. Dessen Überreste wurden nach der Sprengung 1950 überall in Ostberlin verteilt.

Obwohl eine künftige Verwendung für das Säulenteil nicht in Aussicht steht, nehmen die Mitarbeiter des Werkhofs auch dieses Stück der Geschichte an den Schkopauer Ring mit. Dort ist der neue Standort des Betriebshofes, dessen Hauptaufgabe neben der Betreuung von Grünflächen die Instandhaltung von Spielplätzen und Spielgeräten ist. hari

Autor:

Harald Ritter aus Marzahn

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