Bürgermeister und Verein unterzeichnen Nutzungsvertrag über zwei Jahre

Bürgermeister Stefan Komoß und die Vorsitzende des Vereins für Jugend und Sozialarbeit (VSJ) Claudia Zinke unterschrieben den Nutzungsvertrag.
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Marzahn. Seite Ende September ist es amtlich. Der Bezirk hat die erste Frauensporthalle in Berlin.

Am Freitag, 26. September, unterschrieben Bürgermeister Stefan Komoß (SPD) und die Vorsitzende des Vereins für Jugend und Sozialarbeit (VSJ) Claudia Zinke den Nutzungsvertrag. Der Verein wird in den kommenden zwei Jahren die Sporthalle im Freizeitforum Marzahn betreiben. Ab 1. Januar 2015 steht die Halle an fünf Tagen nur Frauen zur Verfügung. Am Freitag und Sonnabend können auch Männer sie nutzen. Der Verein für Jugend und Sozialarbeit (VSJ) wurde 1995 auf Initiative der Sportjugend Berlin gegründet. Er betreibt laut Claudia Zinke 20 Projekte. Darunter sind auch drei Frauen- und Mädchenzentren in Reinickendorf, Lichtenberg und Neukölln. Neu an dem Projekt Frauensporthalle ist für den Verein, dass dort über Generationen hinweg gearbeitet wird. Als erstes soll ein Sportverein aufgebaut werden, der sich durch seine Mitgliedsbeiträge trägt.

Bereits vor drei Jahren wurde im Bezirk die Idee für eine Frauensporthalle geboren. Bei Umfragen im Jahre 2012 war festgestellt worden, dass nur ein Drittel der Mitglieder in Sportvereinen Frauen sind. Frauen gehen lieber in Fitnessstudios, weil sie sich flexible Angebote wünschen und keine festen Trainingszeiten haben wollen, wie es in Vereinen üblich ist. Die sichere Lage und die gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln sind weitere Ansprüche von Frauen, die das Freizeitforum deckt.

Neben der Sporthalle sollen weitere Flächen im Freizeitforum für den Sport erschlossen werden. Das größte Vorhaben steht 2015 an. Die Fläche des ehemaligen Restaurants Malibu soll für rund 200 000 Euro umgebaut werden. Das Geld dafür will Komoß aus dem Schul- und Sportstättensanierungsprogramm nehmen.

Das stößt auf Kritik von Seiten der Linkspartei. Sie hatte sich schon immer kritisch zur Frauensporthalle verhalten. Dabei ging es vor allem um den Standort. So bezeichnete es auch der Fraktionsvorsitzender Bjoern Tielebein als ein "Prestigeprojekt des Bezirksbürgermeisters". Die Linke befürchtet nun, dass andere Sportstätten im Bezirk nicht mehr saniert werden können, weil das Geld in die Frauensporthalle fließt.

Klaus Tessmann / KT
Autor:

Klaus Teßmann aus Prenzlauer Berg

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