Symbol der Vielfalt
Frauen stricken 300 Meter langen Schal

Leiterin Martina Polizzi (vorn) und Frauen aus dem Nähcafé präsentieren im Stadtteilzentrum Marzahn-Mitte einen Teil des Riesenschals.
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  • Leiterin Martina Polizzi (vorn) und Frauen aus dem Nähcafé präsentieren im Stadtteilzentrum Marzahn-Mitte einen Teil des Riesenschals.
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  • hochgeladen von Harald Ritter

Die Frauen vom Nähcafé Marzahn wollen den längsten Schal von Marzahn-Hellersdorf stricken. Er soll das gute Miteinander von Menschen unterschiedlicher Kulturen demonstrieren und gleichzeitig dafür werben.

Das Motto der Aktion und des Vorhabens lautet „Wir schaffen Verbindungen“. Der bunte Schal ist seit Ende September schon auf über 40 Meter angewachsen. Er wird in Stücken von jeweils 20 Zentimetern Breite einzeln gestrickt und dann aus diesen Teilen zusammengesetzt. Am Ende soll er eine Länge von mindestens 300 Meter haben, so das ehrgeizige Ziel. „Der Schal soll als Symbol für Vielfalt, Toleranz und Miteinander dienen und bei Veranstaltungen im Bezirk zum Einsatz kommen“, sagt Martina Polizzi, die Leiterin des Nähcafés.

Bis zum Frühjahr kommenden Jahres dürften die Frauen bei gleichem Tempo die Ziellänge von 300 Metern erreichen. Dann sollen die 24 Säulen unterhalb der überdachten Einkaufspassage in der Marzahner Promenade mit dem Schal umhüllt werden.

Das Nähcafé der Volkssolidarität existiert seit zwei Jahren. Frauen aus den umliegenden Bereichen der Großsiedlung treffen sich in einem Raum neben dem Eingang zum Stadtteilzentrum Marzahn-Mitte. Sie nähen, basteln, gestalten Schmuck oder Patchworkarbeiten und stricken.

Die Einrichtung hat enge Kontakte zu Nähstuben in Flüchtlingseinrichtungen im Bezirk. Flüchtlingsfrauen besuchen regelmäßig die Strickrunden im Stadtteilzentrum. Eman Albhadly (45) zum Beispiel lebt mit ihrer Familie in einer Flüchtlingsunterkunft an der Bitterfelder Straße. Sie stammt aus Bagdad und hat schon in der irakischen Hauptstadt als Näherin gearbeitet. „Im Nähcafé treffe ich andere Frauen, kann  mich mit ihnen unterhalten und Freundschaften schließen“, sagt sie.

Im Nähcafé und bei der Strick-Aktion ist jede Frau egal welchen Alters und welcher Herkunft willkommen, die Interesse hat. Es können aber auch Wolle oder fertig gestrickte Schals gespendet werden. Dabei ist gleichgültig, in welcher Farbe diese sind und welches Muster sie haben.

Nähcafé im Stadtteilzentrum Marzahn-Mitte, Marzahner Promenade 38, Öffnungszeiten: Mo, Di, Do und Fr jeweils von 9 bis 16 Uhr geöffnet. Ansprechpartnerin ist Martina Polizzi, Kontakt unter Telefon 32 51 92 18 oder per E-Mail an martina.polizzi@volkssolidaritaet.de.

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