Riesige Schneidköpfe und Bergbaugondel
DHM zeigt Gerätschaften aus der Zeche Prosper-Haniel

Ein originaler 1,7 Tonnen schwerer Schneidkopf aus der Zeche Prosper-Haniel.
  • Ein originaler 1,7 Tonnen schwerer Schneidkopf aus der Zeche Prosper-Haniel.
  • Foto: DHM/S. Ahlers
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Corona- Unternehmens-Ticker

Mit der Schließung der Zeche Prosper-Haniel im Dezember 2018 endete in Deutschland die 200-jährige Geschichte der Steinkohleförderung. Das Deutsche Historische Museum (DHM) im Zeughaus Unter den Linden 2 hat von der Rheinischen Aktiengesellschaft (RAG) technische Gerätschaften und Ausrüstungsgegenstände der jüngeren Bergbaugeschichte bekommen.

Insgesamt rund 100 Objekte aus der Zeche Prosper-Haniel nahe Bottrop hat das DHM für die Museumssammlungen erhalten. Die Stadt Bottrop im Ruhrgebiet ist auch Partnerstadt des Bezirkes Mitte. Die Zeche Prosper-Haniel wurde als letztes Steinkohlenbergwerk in Deutschland im Dezember 2018 geschlossen.

Ein Teil der Schenkung wird in der neuen Dauerausstellung zu sehen sein. Dazu gehören eine rund fünf Meter lange Personengondel für den Verkehr unter Tage und ein 1,7 Tonnen schwerer Schneidkopf zum Kohlenabbau. Ausgestellt werden sollen auch kleinere Gegenstände aus dem Bergbaualltag wie ein Waschkorb für die Kleidung der Bergleute oder Warnschilder für den Arbeitsschutz. „Die Objekte aus der Zeche Prosper-Haniel erzählen von einem bedeutenden Abschnitt deutsch-europäischer Wirtschafts- und Technikgeschichte und von einer Industrie, die Lebensläufe prägte, nicht zuletzt im Ruhrgebiet. Sie füllen eine Lücke im Sammlungsbestand des Deutschen Historischen Museums“, sagt Fritz Backhaus, Abteilungsdirektor Sammlungen am DHM.

Die Schenkung kam unter anderem auf Initiative von Ulrich Deppendorf zustande. Der frühere ARD-Journalist ist Vorsitzender des Museumsvereins des DHM. „Als gebürtiger Essener – also als ein Ruhrgebietskind – habe ich die Blütezeit des Steinkohlebergbaus miterlebt“, sagt Deppendorf.

Ohne den Steinkohlenbergbau wären die Industrialisierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und das „Wirtschaftswunder“ im Nachkriegsdeutschland nicht möglich gewesen. Gleichzeitig bildete die internationale Zusammenarbeit der Bergbauindustrien das wirtschaftliche Fundament der Europäischen Union, indem sie sich 1952 in der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl zusammenschlossen.

Autor:

Dirk Jericho aus Mitte

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