Bademantel von Italiens Kult-Hammer
Am Alexanderplatz eröffnet im Mai temporäre Bud-Spencer-Ausstellung

Eindrücke von der Schau in Neapel. Jetzt kommt die Bud-Spencer-Ausstellung  nach Mitte.
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  • Eindrücke von der Schau in Neapel. Jetzt kommt die Bud-Spencer-Ausstellung nach Mitte.
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Im Haus Ungarn in der Karl Liebknecht Straße 9 wird vom 30. Mai bis 29. August die große Bud-Spencer-Ausstellung „Plattfuß in Berlin“ gezeigt.

Er war der Italo-Hüne mit dem Megahammer: Wenn Bud Spencer in „Plattfuß am Nil“, „Vier Fäuste für ein Halleluja“, „Zwei wie Pech und Schwefel“ oder in einem anderen der mehr als 50 Filme mit seiner Faust wie eine Ramme seinem Gegner auf die Birne schlug, schepperte es bis in die letzte Kinoreihe. Zu lachen hatte keiner der Schurken was – dafür umso mehr das Publikum. Denn Bud hatte in den kultigen Klamaukstreifen mit seinem Haudrauf-Partner Terence Hill immer einen Spruch auf Lager. „Ganz ruhig, sonst drücken wir das Köpfchen in deinen Hals“ oder „Bisschen Wut ist gut für’s Blut!“ zum Beispiel, oder „Gegen meine Kelle hilft nicht mal ein Waffenschein!“ Jetzt bekommt Bud Spencer, der am 31. Oktober 1929 in Neapel als Carlo Pedersoli geboren wurde, in Mitte sein eigenes Museum.

Der 1,94-Meter-Hüne mit der gewichtigen Figur ist eher zufällig zum absoluten Kultschauspieler geworden. 1967 hat ihm Regisseur Giuseppe Colizzi, ein Bekannter seiner Ehefrau und Bewunderer des erfolgreichen Schwimmers Carlo Pedersoli, die Hautrolle im Italo-Western „Gott vergibt – Django nie!“ angeboten. Pedersoli kreierte aus seinem Lieblingsbier Budweiser und seinem Lieblingsschauspieler Spencer Tracy seinen neuen Filmnamen. Als Bud Spencer erobert er die folgenden Jahre die Kinokassen.

Als Schwimmer bei dem Olympischen Spielen

In der musealen Schau, die in Zusammenarbeit mit dem Istituto Luce-Cinecittà entstand, würdigt die Familie Pedersoli ihren 2016 im Alter von 86 Jahren verstorbenen Ehemann, Vater und Großvater. Die Bud-Spencer-Ausstellung war erstmals Ende 2019 in Neapel zu sehen. „Mein Vater hatte hier viele Freunde. Berlin war seine zweite Heimatstadt“, sagt Sohn Giuseppe Pedersoli, warum die Ausstellung jetzt in Deutschland gezeigt wird. Auf 1000 Quadratmetern Fläche werden im Sommer in der Ausstellungsshow bisher unveröffentlichte Fotos, die schönsten Filmplakate, Originalkostüme und -requisiten aus den mehr als 50 Kinofilmen zu sehen sein. „Plattfuß in Berlin“ erinnert auch an die Karriere des Weltklasseschwimmers Carlo Pedersoli. Ohne Vollbart dominierte er von 1947 bis 1957 zehn Jahre lang die Brust- und Freistilstrecken als italienischer Meister und nahm an den Olympischen Spielen 1952 und 1956 teil. Gezeigt werden Fotos, Medaillen, Pokale und der original Olympia-Bademantel aus dieser Zeit.

Zu den größten Ausstellungsstücken gehören ein rot-gelber VW Buggy und ein restaurierter Ford Escort MK1 aus „Zwei wie Pech und Schwefel“, das berühmte Eiswägelchen für Pistazieneis und der Flipperautomat aus „Zwei sind nicht zu bremsen“ sowie eine lebensgroße Bud-Spencer-Statue.

Aber auch die unbekannteren Seiten des italienischen Multitalents werden in der Ausstellung gezeigt. Carlo Pedersoli wurde zwar als Schauspieler Bud Spencer berühmt – er war aber auch Erfinder, Fabrikant, Sänger, Komponist, Jurist, Politiker, Gründer der Fluggesellschaft Mistral Air.

In der Bud-Spencer-Ausstellung laufen im Kino zudem Dokumentarfilme mit und über Carlo Pedersoli sowie Raritäten und kultige Ausschnitte aus den Spencer-Hill-Spielfilmen. Im Museums-Bistro kann man sich „in Bud-Spencer-Manier sattessen“, sagen die Veranstalter. Immer freitags und samstags gibt es Shows und Auftritte der Künstler und Bands, die den Bud Spencer-Filmen ihre Musik beschert haben sowie von Familienmitgliedern und anderen Weggefährten von Carlo Pedersoli, heißt es.

„Plattfuß in Berlin – die große Bud Spencer-Ausstellung“ wird am 30. Mai eröffnet und läuft täglich bis zum 29. August von 10 bis 19 Uhr im Haus Ungarn in der Karl Liebknecht Straße 9 (gegenüber der St. Marienkirche). Der Eintritt kostet zwölf, ermäßigt zehn Euro. Informationen und Tickets unter www.budspencer-museum.com.

Autor:

Dirk Jericho aus Mitte

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