Human Rights Film Festival
Eine Woche lang rücken drei Kinos die Menschenrechte in den Fokus

Der Film "The Deminer" handelt vom achtfachen Vater Fakir Berwari, der beim Entschärfen von Landminen schwer verletzt wurde und trotzdem weitermacht (22.9., 21.30 Uhr, Sputnik Kino).
5Bilder
  • Der Film "The Deminer" handelt vom achtfachen Vater Fakir Berwari, der beim Entschärfen von Landminen schwer verletzt wurde und trotzdem weitermacht (22.9., 21.30 Uhr, Sputnik Kino).
  • Foto: Foto: © HRFFB
  • hochgeladen von Regina Friedrich

Vom 20. bis 26. September findet im Kino Babylon, im Sputnik Kino und im Hackesche Höfe Kino zum ersten Mal das Human Rights Film Festival Berlin statt. Es wird organisiert von der „Aktion gegen den Hunger“. Zu sehen sind nicht nur Filme, es gibt auch Gesprächsrunden und Diskussionen nach den Vorstellungen.

Schirmherr ist der chinesische Künstler Ai Weiwei, dessen viel beachteter Film „Human Flow“ auf dem Festival läuft. Eröffnet wird es am 20. September um 19 Uhr im Kino Babylon mit der britischen Produktion „Watani – My Homeland“ von Marcel Mettelsiefen. Der Regisseur und einige der Protagonisten stellen sich anschließend den Fragen des Publikums.

„Watani“ gehört auch zu den Filmen, die Leonie Holkenbrink, Projektleiterin des Festivals, sehr beeindruckt haben. „Mich hat berührt zu sehen, wie stark die Protagonistinnen sich nach ihrer Heimat sehnen, obwohl dort Krieg herrscht“, sagt sie. „Der Film thematisiert die Sehnsucht nach Heimat, die es nicht mehr gibt, aber auch den Wunsch, dorthin zurückzukehren.“ Flucht und Migration – diese globalen Themen sind Schwerpunkte des Festivals. Andere Filme beschäftigen sich mit humanitären Krisen, dem Klimawandel oder den Umgang mit indigenen Völkern. Insgesamt laufen 25 Filme in 40 Vorführungen.

„Aktion gegen den Hunger“ ist in über 50 Ländern und Regionen aktiv, um Menschen in Not wieder Hoffnung zu geben. „Wir wollen das Publikum für diese Probleme und unsere Arbeit sensibilisieren und damit Empathie und Toleranz aufbauen“, erklärt Leonie Holkenbrink. „Außerdem schafft das Medium Film eine einzigartige Plattform für Vernetzung, Workshops und Diskussionen." Bei den Filmgesprächen und Podiumsdiskussionen sind Vertreter von Amnesty International, FoodFirst Informations- und Aktions-Netzwerk FIAN, Norwegische Flüchtlingshilfe Deutschland NRC, Handicap International, International Rescue Committee, SOS Mediterranée sowie der Friedrich-Ebert-Stiftung dabei.

Beim Festival gibt es zahlreiche Deutschland- und Berlin-Premieren. Dazu gehören „Of Fathers and Sons“ über die Radikalisierung von Kindern für den Dschihad, „Silas“, das Porträt eines Umweltaktivisten in Liberia, oder „The Judge“ über die erste weibliche Richterin der Scharia in Palästina. Zum Festival gehört auch ein Programm für Schulen im Sputnik Kino mit vier Filmen.

Das Festival wird unterstützt von der Journalistin und Autorin Grit Lemke, die bis 2017 das Filmprogramm bei DOK Leipzig leitete, von Hana Kulhánková, die bis 2017 Direktorin des weltweit größten Dokumentarfilmfestivals für Menschenrechte „One World“ war, vom Regisseur Thomas Schadt sowie dem Filmemacher Valentin Thurn. Dessen Film „Taste The Waste“ über die Verschwendung von Lebensmitteln wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Zudem ist er Mitbegründer des Vereins foodsharing.

„Das Thema des Festivals fand ich gut, davon gibt es nicht so viele in Deutschland“, sagt Valentin Thurn. „Es werden Filme gezeigt, einige davon hoch dekoriert, die im Kino kaum zu sehen sind und nur auf Festivals laufen. Zudem beschäftigt sich Aktion gegen den Hunger mit dem Thema Ernährung. Zu den Menschenrechten gehört auch das Recht auf Nahrung.“

Valentin Thurn leitet auch zwei Gesprächsrunden, am 21. September zum Film „Thank you for the Rain“, bei dem es um einen Umweltaktivisten in Kenia geht, und am 22. September zu „We are Humanity“ über einen bis vor Kurzem unbekannten Volksstamm. „Ich kenne den Film noch nicht, war aber vor einigen Monaten selbst dort. Es ist ein seltenes Dokument, den Film könnte man so heute gar nicht mehr machen.“

Karten von 7,50 bis 9 Euro (Ermäßigungen von 6,50 bis 7,50 Euro) je nach Spielstätte gibt es auf den Internetseiten der teilnehmenden Kinos oder täglich ab 17 Uhr unter Telefon 242 59 69.

Weitere Informationen gibt es auf www.humanrightsfilmfestivalberlin.de.

Autor:

Regina Friedrich aus Wilmersdorf

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Folgen Sie diesem Profil als Erste/r

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Beitragsempfehlungen

WirtschaftAnzeige
Genießen Sie kulinarische Köstlichkeiten im Spitzenrestaurant "Machiavelli".
  4 Bilder

Restaurant "Machiavelli" am Roseneck
Seit 10 Jahren eine der besten Adressen in Grunewald

Dass das Spitzenrestaurant "Machiavelli" zu den ersten Adressen in der Hauptstadt gehört, ist berlinweit bestens bekannt. So überzeugt die Location seit dieser Zeit mit einer landestypischen italienischen, aber auch alpenländischen Kulinarik vom Feinsten. Darüber hinaus präsentiert sich das "Machiavelli" als wahre grüne Oase inmitten der Großstadt. Aktuell überrascht das Team selbstverständlich auch mit diversen Pfifferlingskreationen, wobei der beliebte, schmackhafte Pilz gern mit einem...

  • Grunewald
  • 04.08.20
  • 228× gelesen
WirtschaftAnzeige
Das Team der Fleischerei Haroun freut sich auf Ihren Einkauf.

Fleischerei Haroun
Wir haben Ihre Grillspezialitäten!

An der Prinzenallee, zwischen dem U-Bahnhof Pankstraße und der Bellermannstraße, gibt es eine stadtweit bekannte Institution: die Fleischerei Haroun. Ihr Besitzer Youcef Haroun ist der in seiner Familie traditionsreichen Berufung zum Fleischer gefolgt. Sein nach Tradition verarbeitetes Fleisch in Halal-Qualität zaubert Kennern ein Lächeln auf die Lippen. Zu seinen Stammkunden zählen die französischsprachige, aber auch in der deutschen und sogar der rumänischen beziehungsweise bulgarische...

  • Wedding
  • 04.08.20
  • 133× gelesen
SozialesAnzeige
In der Gruppe werden Erfahrungen ausgetauscht.
  2 Bilder

Kontaktstelle PflegeEngagement Reinickendorf
"Der Austausch mit anderen tut mir gut"

Inge M. freut sich schon. An zwei Montagen im Monat besucht sie das Angehörigencafé der Kontaktstelle PflegeEngagement, eine Gesprächsgruppe für pflegende und betreuende Angehörige, Freunde und Nachbarn. „Die Pflegesituation zu Hause ist oft sehr anstrengend“, sagt Inge, „das ständige Angebundensein, die körperliche Belastung und Freunde, die sich abwenden. Es gibt natürlich auch schöne Momente. Trotzdem habe ich mir meine Rente anders vorgestellt. Hier in der Gruppe treffe ich Menschen,...

  • Bezirk Reinickendorf
  • 04.08.20
  • 94× gelesen
WirtschaftAnzeige
  3 Bilder

IdeeZaun
Ihr Wunschzaun wird hier Wirklichkeit

Wir, die Firma IdeeZaun, sind im Zaunhandel bereits seit 2008 tätig. Als mittelständisches Unternehmen an den Standorten Tempelhof und Hermsdorf sehen wir uns als Partner zwischen der Produktion und unseren Kunden. Wir beliefern Privatkunden sowie Garten- und Landschaftsbauer. Mittlerweile sind wir ein etabliertes Unternehmen in Berlin und Brandenburg. Daher würden wir uns freuen, Ihnen auch Ihren Wunschzaun zu planen und zu verwirklichen. Von der Beratung bis zum Aufbau: alles aus...

  • Hermsdorf
  • 04.08.20
  • 156× gelesen
BildungAnzeige
  4 Bilder

Jeder kann was!
Freie Ausbildungsplätze an der Emil Molt Akademie

Wir sind eine Berufsfachschule, Fachoberschule und Fachschule in freier Trägerschaft. Vor zwei Jahren im neuen Vollholzgebäude in Schöneberg eingezogen, freuen wir uns, Ihnen mit neuer Kapazität folgende Bildungsgänge anbieten zu können: Die Ausbildung zum Sozialassistenten, in zwei Jahren - Voraussetzung: Berufsbildungsreife (BBR) Die Ausbildung zum Kaufmännischen Assistenten, in zwei Jahren - Voraussetzung: Mittlerer Schulabschluss (MSA) Die Allgemeine Fachhochschulreife,...

  • Schöneberg
  • 01.07.20
  • 541× gelesen
  •  2
WirtschaftAnzeige
  3 Bilder

Wie hat sich das Einkaufsverhalten in Berlin und Brandenburg verändert?
Mehr Wertschätzung für regionale Lebensmittel?

Der Agrarmarketingverband pro agro und der Verband Digitalwirtschaft Berlin-Brandenburg (SIBB e.V.) befasst sich mit dem Thema:  Mehr Wertschätzung für regionale Lebensmittel.  Toilettenpapier, Hamsterkäufe, Begrenzungen der Kundenzahlen in den Geschäften - die mediale Berichterstattung der vergangenen Monate zum Einkaufsverhalten der Verbraucher war bestimmt von diesen drei Schlagzeilen.  Doch wie hat sich das Einkaufsverhalten in Berlin und Brandenburg verändert? Wurde häufiger im...

  • 03.07.20
  • 798× gelesen

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen