SPD holt das Direktmandat: Wahlbeteiligung ist in Neukölln niedriger

Neukölln. Der Wahlsonntag brachte für CDU und SPD eine herbe Niederlage. Ein „weiter so“ wollten auch die Berliner nicht hinnehmen und wählten die große Koalition ab.

In Neukölln waren 202 616 Einwohner aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Nur 143 790 Einwohner nahmen ihr Wahlrecht wahr. Das sind 71 Prozent aller Wahlberechtigten. Damit blieb der Bezirk unter der Berliner Wahlbeteiligung von 75,6 Prozent. Die Neuköllner Wähler folgten nicht ganz dem Berliner Trend. Sie wählten zwar die CDU auf den ersten Platz und lagen mit 22,3 Prozent im Berliner Trend. Die SPD konnte jedoch etwas mehr Stimmen als im Berliner Vergleich für sich verbuchen und schaffte es mit 19,5 Prozent auf Platz zwei in Neukölln.

Trotzdem: Beide Parteien mussten Stimmenverluste hinnehmen. Noch 2013 verbuchte die CDU 29,0 und die SPD 26,2 Prozent. Das Direktkandidat holte Fritz Felgentreu (SPD). Mit 26,8 Prozent der Erststimmen zieht er wieder in den Bundestag ein.

DIE LINKE konnte einen Stimmenzuwachs von vier Prozent verbuchen und wurde mit 18,3 Prozent drittstärkste Kraft in Neukölln. Berlinweit liegt sie auf dem zweiten Platz. Die Direktkandidatin der LINKEN, Judith Benda, hat das Direktmandat zwar nicht geschafft, aber sie freute sich über den dritten Platz ihrer Partei. „Engagement mit Leidenschaft und Begeisterung im Bundestagswahlkampf brachten deutlichen Stimmenzuwachs für DIE LINKE in Neukölln. Die andere Seite des Wahlergebnisses: Mehr als 10 Prozent für die AfD, das ist eine Herausforderung für alle Demokraten, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit nicht zu dulden und der Hetze gegen Muslime entschlossen entgegenzutreten", so Benda.

Auch Bündnis 90/Die Grünen legten in Neukölln zu und holten sich 13,1 Prozent der Wählerstimmen. Damit liegen sie über dem Berliner Ergebnis von 12,6 Prozent. Die AfD schaffte es in Neukölln auf den fünften Platz mit 11,1 Prozent, die FDP kam mit 7,7 Prozent auf Platz sechs.

Die zweite Entscheidung dieses Wahltages war das Referendum über den Flugplatz Tegel. 56,1 Prozent aller Berliner wollen, das Tegel offen bleibt, wenn der Flugplatz BER in Schönefeld fertig ist. In Neukölln lag das Ergebnis sogar noch höher. 58,1 Prozent der Neuköllner Wähler setzten sich für Tegel ein. KT

Autor:

Klaus Teßmann aus Prenzlauer Berg

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