Neue Heimat für Technoclub Griessmühle
Auf dem früherem Bärenquell-Areal entsteht das „Revier Südost“

Der Outdoor-Biergarten wurde nach der Eröffnung Mitte September bereits genutzt. Der Indoor-Biergarten ist derzeit eine Baustelle.
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  • Der Outdoor-Biergarten wurde nach der Eröffnung Mitte September bereits genutzt. Der Indoor-Biergarten ist derzeit eine Baustelle.
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Ein Vierteljahrhundert stand das rund vier Hektar große Gelände der ehemaligen Bärenquell-Brauerei an der Schnellerstraße leer. Nun entsteht dort eine neue Kultur- und Partylocation. Die unter Denkmalschutz stehenden Backsteingebäude bieten dafür ein ganz spezielles Ambiente.

250 Millionen Euro will der israelische Investor Ofer Hava mit seiner Firma „HCM 365“ in den kommenden Jahren in die Entwicklung des Areals investieren. Dort sollen unter anderem Büros für Start-up-Unternehmen entstehen. Ein erster Ankermieter ist mit der ZMF Event GmbH gefunden. Geschäftsführer David Ciura betreibt in Neukölln die „Bar am Ufer“ und den Plattenladen „Latitude Record Store“. Sein Aushängeschild ist jedoch der beliebte Technoclub Griessmühle. Als Anfang dieses Jahres der Mietvertrag am Standort Sonnenallee nicht verlängert wurde, fand Ciura mit Ofer Hava einen Partner, der die Clubkultur stark fördert und diese auch gezielt auf dem Bärenquell-Areal haben will. Somit konnte die Griessmühle von Neukölln nach Schöneweide umziehen. Seit Mai laufen die Bauarbeiten.

Das Revier Südost soll jedoch nicht nur Technofans an den Stadtrand locken, sondern ein Anziehungspunkt für alle Generationen werden. Dafür wurde Mitte September bereits der „Beargarten“ eröffnet. Kurz darauf folgte das Open-Air-Gelände „Open Bear“, das auch den gesamten Winter hindurch bespielt wird. Der Betreiber setzt darauf, dass sich die Gäste „warmtanzen“. Nach der Einrichtung des Outdoor-Biergartens wird derzeit am Indoor-Biergarten gearbeitet. „Wir planen zudem, unser Kulturprogramm fortzusetzen: Märkte, Ausstellungen oder Kleinkunst auf Bühnen“, sagt Michaela Krüger, Pressesprecherin der ZMF Event GmbH. Auf dem neuen Gelände werde viel Neues geboten, verspricht sie. Der Dachboden eines der Gebäude soll außerdem zum „Corporate Event Space“ werden, ein Raum, der beispielsweise für Konferenzen, Firmen- oder Privatfeiern gemietet werden kann.

Bis neben der bereits eröffneten Outdoor-Tanzfläche auch der eigentliche Technoclub im Inneren eröffnen kann, was aufgrund der Corona-Pandemie derzeit sowieso nicht möglich ist, dürfte noch einige Zeit vergehen. Der Raum, wo in Zukunft getanzt werden soll, ist im Moment noch eine einzige Baustelle. „Die Corona-Situation gibt uns die Chance, das Ganze aufzubauen“, erläutert Michaela Krüger. Das Gelände habe so viel Potenzial, entsprechend groß sei die Vorfreude. In drei bis fünf Jahren möchte das Revier Südost innerhalb des Areals noch einmal umziehen. Bevorzugt wird ein Platz mit direktem Zugang zur Spree.

Dass der Standort an der Schnellerstraße 137 ein Nachtteil ist, weil Partygäste eine längere Anfahrt als zuvor nach Neukölln zurücklegen müssen, glaubt sie nicht. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Areal gut zu erreichen. Der S-Bahnhof Schöneweide ist gleich in der Nähe, genauso wie mehrere Straßenbahnlinien. Die Buslinie 165 hält fast direkt vor dem Eingang. Einen Vorteil sieht Krüger darin, dass auf der gegenüberliegenden Spreeseite viele Studenten wohnen. Sie sind potenzielle Gäste.

Als problematisch könnte sich dagegen der Lärm erweisen. Erste Beschwerden hat es bereits gegeben. Obwohl das Soundsystem mehrfach den Anforderungen entsprechend gepegelt worden sei, ist die Musik schon mal bis zur Trabrennbahn Karlshorst zu hören gewesen. „Wir wollen mit unseren Nachbarn hier gut klarkommen“, betont die Sprecherin. Hinweise und Beschwerden würden ernstgenommen.

Aus diesem Grund werden für den 29. Dezember um 14 Uhr alle Anwohner eingeladen, sich das Gelände einmal anzusehen und die hinter dem Revier Südost stehenden Personen kennenzulernen. Anmeldungen werden per Mail an einladung@griessmuehle.de entgegengenommen.

Weitere Informationen gibt es unter griessmuehle.de.

Autor:

Philipp Hartmann aus Köpenick

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