Rüstungsproduktion und Veränderungen in Berlin
Zwei neue Ausstellungen im Industriesalon

Diese zwei Ansichten zeigen das Brandenburger Tor in der Zeit vor der Wende und so, wie wir es heute kennen.
  • Diese zwei Ansichten zeigen das Brandenburger Tor in der Zeit vor der Wende und so, wie wir es heute kennen.
  • Foto: Fotogruppe Ortoklick
  • hochgeladen von Philipp Hartmann

Zwei neue Ausstellungen sind ab dem 8. Januar im Industriesalon Schöneweide, Reinbeckstraße 10, zu sehen.

„In den Kellern Berlins – Die unterirdische Rüstungsproduktion von Telefunken“, kuratiert von Thomas Irmer und Bernhard Kohlenbach, widmet sich einem dunklen Kapitel der Berliner Geschichte. „Es ist bis heute wenig bekannt, dass Teile der Rüstungsproduktion in Berlin am Ende des Zweiten Weltkriegs in bombensichere unterirdische Fabrikationsräume inmitten der Stadt verlagert wurden“, teilte der Industriesalon mit. Die aus acht Tafeln bestehende Ausstellung beleuchtet dies am Beispiel des größten Elektronenröhrenwerks Europas, des Röhrenwerks von Telefunken, damals eine 100-prozentige Tochterfirma der AEG.

Die im Telefunken-Röhrenwerk in Moabit hergestellten Elektronenröhren waren nicht nur ein wichtiges Bauteil in Radiogeräten, ohne sie hätten auch kriegswichtige Funk- und Radargeräte nicht betrieben werden können. Wegen zunehmender alliierter Luftangriffe wurden 1944 Teile des Röhrenwerks in Kellerfabriken in Prenzlauer Berg, Kreuzberg und Mitte verlagert – getarnt unter dem Frauennamen "Lore". Die Schau thematisiert außerdem die Rolle der Zwangsarbeit.

Für die andere Ausstellung „Berlin einst und jetzt – Veränderungen unserer Stadt zwischen 1992 bis 2020“ haben die Mitglieder der Fotogruppe Ortoklick bei vielen Fotospaziergängen die Veränderungen an Gebäuden und Plätzen in Berlin nach der Wende fotografisch erfasst. Alte und neue Aufnahmen werden in Rahmen einander gegenübergestellt.

Geöffnet ist die Doppelausstellung bis zum 27. Februar Mittwoch bis Sonntag 14 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Über die aktuellen Regeln kann man sich auf www.industriesalon.de informieren. Infos auch unter unter Telefon 53 00 70 42.

Autor:

Philipp Hartmann aus Köpenick

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

27 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Beitragsempfehlungen

WirtschaftAnzeige

DieMaklerin.berlin
2022: Das ändert sich im neuen Jahr

Am Anfang und im Laufe des neuen Jahres müssen sich Mieter und Immobilieneigentümer auf viele Neuerungen einstellen. Ein Überblick: • Die CO2-Abgabe zur Eindämmung des Verbrauchs von fossilen Kraft- und Brennstoffen in Deutschland steigt von 25 Euro auf 30 Euro pro Tonne. • Öfen, Herde und Kamine: Festbrennstoff-Einzelraumheizgeräte dürfen laut EU-Verordnung 2015/1186 (Anhang 2) ab ersten Januar 2022 bestimmte Emissionswerte nicht mehr überschreiten. • Solarpflicht: Wer in Baden-Württemberg neu...

  • Bezirk Reinickendorf
  • 13.01.22
  • 225× gelesen
WirtschaftAnzeige
Farbenfroh strahlt die Fassade am Tierpark Center.
3 Bilder

Temporäre Open-Air-Gallery als echter Hingucker
Tierpark Center Berlin präsentiert während des Umbaus urbane Kunst

Während des momentan laufenden Umbaus wird das Tierpark Center in Friedrichsfelde zur temporären Open-Air-Gallery. Sieben Berliner Künstler*innen für Urban Art gestalten einen Teilbereich der Fassade mit speziell für den Standort entwickelten Motiven. Der Eigentümer hat das Projekt gemeinsam mit der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Andrea Stöckmann sowie Ulrike Gohla von den Stadtpiraten initiiert. Anwohner neugierig machen Das Motto lautet „Farewell“. Es steht für die Restrukturierung...

  • Bezirk Lichtenberg
  • 20.12.21
  • 586× gelesen
WirtschaftAnzeige
Lassen Sie sich bei Poeschke Bestattungen beraten.
2 Bilder

Poeschke Bestattungen
Einmal vorgesorgt – für immer alles geregelt: Mit einer Bestattungsvorsorge in das neue Jahr starten

Zum Jahresende zieht man Bilanz und schaut neugierig ins neue Jahr: Welche Überraschungen, Begegnungen und Zufälle – leider auch Schicksalsschläge – hält es für mich bereit? Es ist wohl gut, dass keiner in die Zukunft schauen kann. Allerdings sollte man seine Zukunft planen, wenn es um die wirklich wichtigen Dinge des Lebens geht. Und dazu gehört – wie jedes Jahr einmal zu Ende geht – auch das eigene Lebensende. Zugegeben, kein leichter Gedanke für die meisten. Aber bei weitem nicht so...

  • Bezirk Spandau
  • 21.12.21
  • 399× gelesen

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen