Bezahlbare Wohnungen, Handel und vielleicht auch ein Hotel
Neue Ideen für die große Brache am Anger

Für das seit etwa zehn Jahren einzäunte frühere Kaufhallen-Grundstück am Pankower Anger gibt es jetzt neue Pläne.
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An der Breiten Straße 35/35a stand bis vor zehn Jahren eine Kaufhalle. Seit diese abgerissen wurde, liegt die Fläche brach. Nun gibt es ein neues Bebauungskonzept.

Auf der vergangenen Sitzung des Stadtplanungsausschusses wurde es vorgestellt. Demnach sollen auf dem Grundstück drei Baukörper mit vier bis sechs Geschossen entstehen, berichtet Stadtentwicklungsstadtrat Vollrad Kuhn (Bündnis 90/ Die Grünen). Für die Gebäude ist eine Gesamtnutzfläche von 18 000 Quadratmetern geplant. Für die Erdgeschosse sind Handels- und Dienstleistungseinrichtungen vorgesehen, darüber Wohnungen. Für eines der Gebäude könne sich der Investor auch eine Hotelnutzung vorstellen, so Kuhn. Dafür muss sich dann aber auch ein Betreiber finden.

Für die Umsetzung des neuen Konzepts soll nun im Rahmen eines Bebauungsplanverfahrens Baurecht geschaffen werden. Dabei wolle der Bezirk nach dem Berliner Modell der kooperativen Baulandentwicklung vorgehen, erklärt der Stadtrat. Das heißt, dass ein Drittel der neuen Wohnungen zu günstigen Mieten entsteht.

Umgeben ist das Grundstück momentan noch von einem Bauzaun. Auf der Fläche wächst Gras. Die meisten Pankower stört die Brache unmittelbar am Anger. Rings herum sind die Häuser inzwischen saniert. In Baulücken entstanden neue Gebäude. Nur hier tat sich seit vielen Jahren nichts.

Die damalige TLG Immobilien GmbH hatte das Grundstück mit der Kaufhalle 2006 zum Verkauf ausgeschrieben. Den Zuschlag erhielt ein Jahr später eine eigens gegründete HGL Pankow GmbH & Co. KG mit Sitz in Münster (Westfalen). Diese wollte die Halle abreißen und einen Neubau mit drei Geschossen an der Breiten Straße errichten. In das Erdgeschoss sollten ein Supermarkt sowie ein Discounter einziehen. Außerdem sollten sich kleinere Läden ansiedeln. Im oberen Bereich wollte der Investor ein Ärztezentrum oder Büros einrichten. Das Projekt sollte den Namen „Park-Galerie Pankow“ bekommen. Dieser ursprüngliche Plan ließ sich aus den unterschiedlichsten Gründen nicht umsetzen.

So wurde neu geplant. Doch die neuen Ideen entsprachen nicht den Erwartungen des Bezirks und der forderte Umplanungen. Danach hörte man vom Grundstückseigentümer nichts mehr. Anfang dieses Jahrzehnts erwarb die ANH Hausbesitz GmbH & Co.KG das Grundstück. Am Anger sollte ersten Überlegungen zufolge ein Mix aus Hotel, Geschäften und Wohnungen entstehen. Doch das Vorhaben wurde auf Eis gelegt. Investor Kurt Krieger hatte etwa um diese Zeit die Fläche des früheren Rangier- und Güterbahnhofs Pankow erworben. Er begann, sein Projekt „Pankower Tor“ zu entwickeln – kaum 300 Meter weit vom Pankower Anger entfernt. Deshalb wollte die ANH erst sehen, welche Pläne es dort gibt. Nun stellte sie ihr Konzept im Stadtplanungsausschuss vor.

Bis tatsächlich gebaut werden kann, muss aber erst einmal das Bebauungsplanverfahren durchlaufen werden. So werden wohl mindestens noch drei Jahre vergehen.

Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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