Gemeinsam stark sein: Sportverbund Berlin feiert einjähriges Bestehen

Die Turngemeinde in Berlin vom Columbiadamm ist einer von zurzeit 16 Vereinen, die dem Sportverbund Berlin angehören. | Foto: Michael Nittel
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Am 30. November hat der Sportverbund Berlin im Rahmen einer Jubiläumsveranstaltung sein einjähriges Bestehen gefeiert. Der Zusammenschluss von zurzeit 16 Klubs hat es sich zum Ziel gesetzt, eine Interessenvertretung der Berliner Sportvereine gegenüber dem Landessportbund (LSB), den Senats- und Bezirksverwaltungen sowie anderen öffentlichen und privaten Gesellschaften zu sein.

Der als Gastredner geladene Ingo Weiß, Präsident des Deutschen Basketballverbandes, stellte in seinem Vortrag unter anderem dar, dass ein Zusammenschluss wie der Sportverbund für die Entwicklung des organisierten Sports eine wichtige Funktion habe: Der Erfahrungsaustausch der Vereine, insbesondere mit den vielfältigen Aufgaben neben dem klassischen Wettkampfbetrieb, sei eine wesentliche Stütze für die Entwicklung des organisierten Sports. Zudem hob er die Wichtigkeit hervor, aktuelle Trends, wie zum Beispiel den E-Sport, intensiv zu betrachten und – mit Unterstützung der Verbände – geeignete Strategien für die jeweils regionale Situation zu entwickeln.

65.000 Sportler werden vertreten

Dem Sportverbund Berlin gehören unter anderem die großen Vereine aus dem Norden wie der VfL Tegel, die Füchse Berlin, der VfB Hermsdorf und der TSV Berlin-Wittenau sowie der SC Charlottenburg, die Turngemeinde in Berlin, der Berliner SV, der SC Siemensstadt und Pro Sport Berlin 24 an. Damit vertritt der Sportverbund mittlerweile die Interessen von rund 65.000 Menschen, nämlich den Mitgliedern dieser Vereine.

Doch was waren die Gründe, den Sportverbund Berlin vor zwölf Monaten ins Leben zu rufen. „Es gab und gibt verschiedene Ansätze“, erläutert Elke Duda vom TSV Berlin-Wittenau. Sie ist eine von drei gewählten Sprechern, die den Sportverbund Berlin gegenüber Dritten und der Öffentlichkeit vertreten. „Ein Ansatz war, dass es der LSB im Rahmen der Olympiabewerbung Berlins und in anderen Aktionen nicht geschafft hat, die sportbegeisterten Menschen dieser Stadt zusammenzubringen. Die Gründung des Sportverbundes sollte den Vereinen eine Stimme verleihen – ihre Anliegen gemeinsam mit dem LSB, dem ja nur Verbände angehören, auf den Weg zu bringen.“ Dementsprechend ist eine Mitgliedschaft insbesondere der Großvereine mit Stimmrecht im LSB das Hauptziel des Sportverbundes. „Wir als Mehr-Sparten-Vereine haben das Problem, mehreren Verbänden anzugehören und so unsere Schlagkraft dadurch einfach zu klein ist, weil wir in den jeweiligen Verbänden wiederum nur ein paar Mitglieder haben.“ Der Sport brauche deutlich mehr Lobby als aktuell vorhanden, gibt Elke Duda unmissverständlich zu verstehen. „Die guten, vor allem sozialen Ansätze in den Sportvereinen müssen endlich auch in der Politik ankommen.“

Anfragen weiterer Vereine

Im Rahmen des Jubiläums wurde für das erste Jahr des Bestehens ein positives Fazit gezogen: Man ist mit dem LSB zu Satzungsfragen weiter in Gesprächen. Zudem wurde im Bereich der Verwaltungsvereinfachung, der Entbürokratisierung, eine Arbeitsgruppe eingerichtet. Auch die Vernetzung der Vereine untereinander hat sich weiter verbessert. Es gibt konkrete Anfragen weiterer Klubs, die sich im Sportverbund einbringen und engagieren möchten.

Nähere Informationen zum Sportverbund Berlin gibt es unter www.sportverbund-berlin.de.
Autor:

Michael Nittel aus Reinickendorf

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