Kein Feuerwerk an Silvester
Senat verbietet Böller und Raketen rund um Pallas- und Potsdamer Straße

Die Nachricht dürfte bei Freunden des Feuerwerks einschlagen wie – ein Böller. Der Senat will an Silvester an bestimmten Orten in Berlin Feuerwerkskörper verbieten. Auch in Schöneberg.

Zu den drei „Gefahrenbrennpunkten“ in der Stadt, an denen das Verbot gelten soll, gehört neben der Partymeile am Brandenburger Tor und dem Alexanderplatz auch die Gegend um Pallasstraße und Potsdamer Straße. Der Senat hat angekündigt, die Polizei werde dort ein entsprechendes Verbot verhängen und durchsetzen. Im Schöneberger Norden wird die Silvesternacht seit Jahren vornehmlich von Jugendgruppen dazu missbraucht, mit Feuerwerksraketen und Böllern Randale zu machen und andere Personen zu gefährden. Oft herrschte blinde Zerstörungswut.

Gegenüber der Deutschen Presseagentur äußerte Innenstaatssekretär Torsten Akman (SPD), es sei zu „massiven und gezielten Angriffen“ auf Polizeibeamte und Feuerwehrleute gekommen.

Wie die Berliner Woche am 30. Januar berichtet hat, waren die Feiern zum Jahreswechsel rund um die Pallassstraße und die Potsdamer Straße zu einer Straßenschlacht ausgeartet. Polizisten und Rettungskräfte wurden mit Raketen beschossen, mit Böllern beworfen und übelst beschimpft. Schon damals hatte Innensenator Andreas Geisel (SPD) eine Verbotszone für Silvesterfeuerwerk im Schöneberger Norden angekündigt.

Die CDU-Fraktion in der BVV schreibt sich die Böllerverbotszone auf ihre Fahnen. Sie habe sich seit langem dafür eingesetzt. „Nun folgt der Senat dem CDU-Vorstoß“, sagt Fraktionschef Matthias Steuckardt.

Die Christdemokraten fordern auch für Halloween „präventive Maßnahmen seitens der Senatsverwaltung“. Auch hier ist es im vergangenen Jahr zu unschönen und gefährlichen Szenen gekommen.

Der Berliner Senat will noch über Verbotszonen hinausgehen. Der Verkauf von Feuerwerkskörpern soll stark verkürzt werden. Eine solche Regelung bedarf allerdings der Zustimmung von Bundestag und Bundesrat. Und es gibt noch ein weiteres Problem: Das Ordnungsamt Tempelhof-Schöneberg hat im vergangenen Jahr Verkaufsstellen kontrolliert. Die Hälfte aller überprüften Geschäfte gaben unerlaubt Feuerwerkskörper an Jugendliche ab.

Autor:

Karen Noetzel aus Schöneberg

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