Neues Gremium soll Radverkehr optimieren

Spandau. Die Bezirksverordneten haben dem "FahrRat" in Spandau jetzt ihr Okay gegeben. Er soll mindestens zweimal im Jahr tagen und das Bezirksamt zum Radverkehr beraten.

Der Antrag zum sogenannten "FahrRat" geht auf die Fraktion der Piraten zurück. "Die ganze Stadt ist für den motorisierten Verkehr ausgelegt. Das fängt damit an, dass Straßen nachts zwar für Autos gut ausgeleuchtet sind, die daneben liegenden Radwege aber nicht. Und das hört auf bei den Fahrrad-Buckelpisten wie etwa an der Charlottenburger Chaussee", sagte Fraktionschef Emilio Paolini. Darum sei es wichtig, mit dem "FahrRat" jetzt alle Beteiligten zusammenzubringen, um Ärgernisse zur Sprache zu bringen und langfristige Konzepte für ein optimales Radroutennetz in Spandau zu entwickeln. "Es soll bei diesem Gremium aber nicht nur um gut befahrbare Radwege gehen, sondern auch um den Dialog und neue Ideen", so Paolini: "Wir brauchen gute Konzepte für Abstellmöglichkeiten am Wohn- und Zielort, aber auch für Verkehrs- und Diebstahlsicherheit sowie für eine schlüssige Kombination zwischen öffentlichem Nahverkehr und Fahrrad." Auch für Kinder und ältere Menschen sei Mobilität ein gewichtiges Thema, das über den "FahrRat" angegangen werden könnte.

"FahrRäte" gibt es bereits in vielen anderen Bezirken, so auch im Nachbarbezirk Reinickendorf. Sie sollen den Bezirk darauf hinweisen, wo im Radverkehr Handlungsbedarf besteht, etwa für neue Radwege, Fahrradstreifen oder Abstellmöglichkeiten an frequentierten Plätzen.

Ulrike Kiefert / uk

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