Malerei in alter und neuer Tradition
Die japanische Künstlerin Maki Na Kamura trickst jedes Gesichtserkennungsprogramm aus

"See XLV" heißt dieses Gemälde von Maki Na Kamura.
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  • "See XLV" heißt dieses Gemälde von Maki Na Kamura.
  • Foto: Jens Ziehe
  • hochgeladen von Karla Rabe

Sie sieht sich sowohl als Traditionalistin als auch als Malerin des 21. Jahrhunderts und „Als Maler der Zeit bin ich der Tradition verpflichtet“, sagt die Künstlerin Maki Na Kamura über sich selbst. Die in Japan geborene Künstlerin stellt derzeit im Gutshaus Steglitz aus. „Maki Na Kamura und sieben Bilder“ heißt die Ausstellung.

Das Werk von Maki Na Kamura zählt zu den interessantesten Positionen innerhalb der zeitgenössischen Malerei. Im Gutshaus Steglitz präsentiert sie Bilder aus den Jahren 2018 und 2019. Darunter sind die wie Landschaftsmalerei anmutenden Arbeiten aus den Serien DL, dXd, See, Isoton und DSM. Maki Na Kamuras Werk besticht durch seine koloristische Raffinesse. Ihre Malerei wirkt durch eine spezifische Palette und „eine eigenwillige Technik des Malens mit jeweils mehreren Schichten, mit der Mischung von Ölfarben mit Wasser und dem zusätzlichen Einsatz von Gouachen, Tinten, Lasuren und Trockenfarben“, wie es der Kunsthistoriker Robert Fleck einmal über die Künstlerin sagte.

In der „Kammer der winkenden Bildnisse“ dagegen hat die Künstlerin eine Reihe von Selbstporträts zusammengestellt. Es sind die ersten in Na Kamuras Oeuvre. Die grassierende Selfiemanie motivierte sie zu Darstellungen, die kein Gesichtserkennungsprogramm jemals mit ein und derselben Person in Verbindung bringen würde. Denn sie tragen scheinbar unterschiedliche künstlerische Handschriften. Die Selbstporträts sind eine Erweiterung ihres bisherigen Werks. „Der Titel“, sagt Maki Na Kamura, „ist dem Märchen ,Schneewittchen und die sieben Zwerge‘ entlehnt. Ich habe aber die Bedeutung des Märchens auf den Kopf gestellt.“ Schließlich zeigt Na Kamura in der Ausstellung den Lithografiezyklus mit dem bezeichnenden Titel „Stille Post“.

Maki Na Kamura wurde in Osaka/Japan geboren und studierte an der Kunstakademie Düsseldorf. 2013 wurde sie mit dem Falkenrot-Preis ausgezeichnet. Sie hatte zahlreiche Einzelausstellungen und war an vielen internationalen Gruppenausstellungen beteiligt. Zur Ausstellung ist ein Katalog mit dem ersten Interview mit der Künstlerin erschienen.

„Maki Na Kamura und sieben Bilder“ ist bis zum 29. September im Gutshaus Steglitz, Schloßstraße 48, zu sehen. Öffnungszeiten: Mo bis So von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen unter Telefon 902 99 23 02.

"See XLV" heißt dieses Gemälde von Maki Na Kamura.
"Isoton V" nannte Maki Na Kamura Bild in Öl und Wasser auf Leinwand.
Autor:

Karla Rabe aus Steglitz

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