Kultur für schmale Geldbeutel
Verein Kulturleben Berlin vermittelt kostenlose Veranstaltungskarten

Annett Lieske will mit ihren Kollegen Menschen mit schmalem Geldbeutel kulturelle Teilhabe verschaffen.
  • Annett Lieske will mit ihren Kollegen Menschen mit schmalem Geldbeutel kulturelle Teilhabe verschaffen.
  • Foto: Ralf Drescher
  • hochgeladen von Ralf Drescher

Seit 2010 gibt es den Verein Kulturleben Berlin. Seit vier Jahren hat er seine Zweigstelle Treptow-Köpenick im Haus des Kiezklubs Vital am Myliusgarten. In dem kleinen Büro sorgt Annett Lieske dafür, dass auch Menschen mit wenig Geld ins Theater oder ins Kino gehen können.

„Es gibt ja nicht nur Bedürfnisse nach Speis' und Trank, die vom Projekt Leib und Seele der Berliner Tafel befriedigt werden. Fast alle Menschen mit wenig Geld haben auch kulturelle Interessen. Wer wenig hat, kann sich kaum eine Kinokarte für zehn Euro leisten, und erst recht keine Konzert- oder Theaterkarte, die schnell auch mal 50 und mehr Euro kostet“, erklärt Annett Lieske, die das Büro in Friedrichshagen leitet.

Der Verein hat inzwischen ein Netz von 400 Partnern aufgebaut, die regelmäßig kostenlose Eintrittskarten in Berlin zur Verfügung stellen. Der eine Veranstalter gibt alle paar Wochen zwei Karten ab, der andere stellt auch mal 50 Tickets kostenlos bereit. Pro Monat stellt der Verein seinen Kunden, die er bewusst Gäste nennt, rund 4000 Freikarten zur Verfügung. „Zu unseren Kulturpartnern gehören unter anderem die Waldbühne, das Konzerthaus am Gendarmenmarkt, das Berliner Ensemble oder auch der 1. FC Union. Denn auch Karten für sportliche Veranstaltungen sind gefragt. Die BR Volleys haben uns zum Beispiel Karten für ein Spiel am 18. Oktober in der Max-Schmeling-Halle spendiert“, so Annett Lieske.

Das Angebot von Kulturleben richtet sich an Menschen, die monatlich maximal 950 Euro netto an Einkommen beziehen, wie Leistungsempfänger, Senioren mit kleiner Rente, aber auch Aufstocker und Studenten mit wenig Geld. Bewerber müssen einen Fragebogen ausfüllen, in dem auch kulturelle Interessen vermerkt werden und ihr Einkommen nachweisen, etwa durch Rentenbescheid oder Berlin-Pass.

Wenn weitere Kartenspender im Bezirk gewonnen werden können, könnte das Angebot auch noch ausgeweitet werden. „Vielleicht gibt es ja kulturelle Einrichtungen oder auch Kieztheater, die unsere Arbeit unterstützen würden“, meint Annett Lieske. Wer sich für kostenlose Eintrittskarten interessiert, kann einfach zu Annett Lieske ins Büro auf dem Hof des Kiezklubs Vital, Myliusgarten 20, gehen. Dort ist Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag von 10 bis 13 Uhr und Donnerstag von 14 bis 17 Uhr geöffnet, Telefon 25 56 40 78. Die Karten gibt es aber nicht direkt. Die Interessenten kommen auf eine Gästeliste.

Infos: www.kulturleben-berlin.de.

Autor:

Ralf Drescher aus Lichtenberg

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