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TuS Makkabi unterliegt BSV Al-Dersimspor mit 2:5

Wo: Julius-Hirsch-Sportanlage, Harbigstraße 40, 14055 Berlin auf Karte anzeigen
Der TuS Makkabi (blau) musste sich dem BSV Al-Dersimspor im Abstiegskampf der Berlin-Liga mit 2:5 geschlagen geben.
Der TuS Makkabi (blau) musste sich dem BSV Al-Dersimspor im Abstiegskampf der Berlin-Liga mit 2:5 geschlagen geben. (Foto: Michael Nittel)

Der TuS Makkabi hat am 26. Spieltag der Berlin-Liga eine große Chance verpasst, sich weiter von den Abstiegsplätzen abzusetzen: Im Duell mit dem BSV Al-Dersimspor, der vor dieser Partie einen Abstiegsrang belegt hatte, unterlag die Truppe um Coach Frank Diekmann deutlich mit 2:5 (1:1).

Damit ließ der TuS auf der heimischen Julius-Hirsch-Sportanlage die Gelegenheit ungenutzt, den Vorsprung auf die Abstiegsränge acht Spieltage vor Saisonende auf 13 Punkte auszubauen und damit einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt zu machen. In einer sehr hitzigen und wenig hochklassigen Partie am 15. April hatte Maxim Matusczyk den Gastgeber in der 42. Minute in Front geschossen. Doch anstatt die Führung mit in die Pause zu nehmen, gelang Dersimspor unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff durch den in dieser Partie viel beschäftigten Schiedsrichter Stefan Schumacher doch noch der 1:1-Ausgleich durch Önder Senkaya. Nach dem Wechsel war es zunächst BSV-Angreifer Firat Karaduman, der den Gast in Front brachte (54.). Doch dieses Mal war es der TuS, der in Gestalt von Pascale Biele (63.) zurückschlug.

„Vielleicht ist es heute mal an der Zeit, dass wir zum ersten Mal in dieser Saison unentschieden spielen sollten“, analysierte ein Zuschauer zu diesem Zeitpunkt die Situation für den TuS. „Dann halten wir den Vorsprung auf die Abstiegsränge bei zehn Punkten – das wäre doch auch nicht so schlecht.“

Doch es sollte anders kommen: Nur eine Minute nach dem 2:2 schlug Dersimspor erneut zurück und ging durch Metin Aktürk mit 3:2 in Führung. Als Karaduman rund 20 Minuten vor dem Abpfiff mit einer Roten Karte des Feldes verwiesen wurde, schien sich die Hoffnung aller TuS-Anhänger doch noch zu erfüllen, mindestens mit einem Punkt aus dieser Partie herauszugehen. Doch speziell in dieser Phase offenbarte sich eine Schwäche des TuS: Zu viele Fehler und unnötige Einzelaktionen verhinderten, dass Makkabi die Überzahl auch nur halbwegs vernünftig ausspielen konnte. Anstatt auch nur ein Mal gefährlich vor das Tor von BSV-Schlussmann Slim Garci zu kommen, ließ sich Makabi auskontern: Murat Tas (72.) und Lorenzo Pablo Mbile Sachez (84.) trafen zum Endstand und bescheren dem TuS einen heißen Saisonschlussspurt.

Der Tabellenletzte 1. FC Schöneberg ist weit abgeschlagen und wird absteigen. Und auch der Tabellenvorletzte Nordberliner SC machte beim 1:4 gegen die Spandauer Kickers keinen der 14 Zähler Rückstand auf den TuS Makkabi. Durch eine 0:4-Niederlage in Mahlsdorf ist nun Schwarz-Weiß Neukölln wieder auf den dritten Abstiegsrang gerutscht. Und die Neuköllner liegen acht Zähler hinter dem TuS zurück.

Auch deshalb gilt nach wie vor die Prognose von Makkabi-Coach Frank Diekmann aus der Winterpause, dass sein Team voraussichtlich vier Siege in der Rückrunde einfahren muss, um die Klasse zu halten. Zwei Siege konnte man bereits erringen – für die anderen zwei bleiben noch acht Spiele übrig. Doch der Druck nimmt mit jeder Partie zu. Und mit jeder Woche, in der der Vorsprung schmilzt, wird auch das Nervenflattern ein wenig größer.

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