Ein Fenster zu fremden Kulturen
Weltladen „A Janela“ unterstützt seit 20 Jahren den fairen Handel

Geschäftsführerin Judith Siller (rechts) und Elfi Jantzen, eine ehrenamtliche Mitarbeiterin, arbeiten gern im "A Janela".
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  • Geschäftsführerin Judith Siller (rechts) und Elfi Jantzen, eine ehrenamtliche Mitarbeiterin, arbeiten gern im "A Janela".
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Der Laden an der Emser Straße macht schon beim Blick durch das Schaufenster neugierig. Spielzeug aus Holz, bunte Tücher und Schmuck, ausgefallene Deko-Artikel, modische Kleidung für Damen, aber auch Lebensmittel wie Schokolade, Kaffee, Tee oder Öl gibt es im Weltladen „A Janela“ zu kaufen. So vielfältig das Angebot auch ist, so haben doch alle Produkte eines gemeinsam: Sie stammen aus fairem Handel.

„A Janela“ ist brasilianisch und heißt Fenster. Und das soll der Laden auch sein: ein Fenster, durch das man in fremde Länder und Kulturen hineinschauen kann, um die Menschen und ihr Leben dort näher kennenzulernen. „Unser Ziel als Akteure im fairen Handel ist ein gutes Leben für alle in der Welt. Das geht nur mit Respekt und Achtung gegenüber unserer Umwelt und gleichberechtigten Handelsbeziehungen“, sagt Judith Siller, Geschäftsführerin des gemeinnützigen Vereins „Eine Welt St. Ludwig – Berlin Wilmersdorf“, der Träger des Weltladens ist.

Der Weltladen wurde im November 1999 eröffnet. Rund 20 Mitarbeiter engagieren sich seitdem ehrenamtlich in dem Laden. „Eigentlich wollten wir in diesem Frühjahr unser 20-jähriges Bestehen feiern“, sagt Judith Siller. Die Jubiläumsfeier musste wegen der Corona-Pandemie ausfallen. Statt einer Feier präsentiert der Weltladen nun Kostproben aus fairem Handel und die neue Herbstkollektion seiner öko-fairen Damenmode.

Seit mehr als elf Jahren gibt es bei "A Janela" ökologische und fair gehandelte Damenmode im Sortiment. „Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Lebens-, Arbeits- und Umweltbedingungen der Textilarbeiterinnen im globalen Süden“, erklärt Siller. Leider wüssten noch viel zu wenig Frauen, dass sie sich bei "A Janela" fair einkleiden können. Die Sachen sind meist aus Naturfasern. In der aktuellen Herbstkollektion sind es vor allem Pullover, Jacken und Mützen aus Alpaka oder Wolle.

Gute Löhne,
gute Arbeitsbedingungen

Was bedeutet fairer Handel nun aber genau? „Das Besondere daran ist, dass die Produzenten menschenwürdig behandelt werden. Sie erhalten guten Löhne für ihre Arbeit sowie ein gesichertes Einkommen und arbeiten unter würdigen Bedingungen. Dabei spielt auch der Arbeitsschutz eine große Rolle“, erklärt Siller. Wichtig dabei ist, dass die Produzenten von den Einkäufern nicht unter Druck gesetzt werden. Wenn die Bestellzyklen entsprechend lang sind, ist keine Akkordarbeit mit vielen Überstunden nötig.

Neben dem Einkauf von fairen Produkten – unter anderem gibt es Spielzeug aus Sri Lanka, Glas aus Guatemala, Schmuck aus Kolumbien, Taschen aus Thailand, Wein aus Chile und Argentinien und Deko-Artikel aus Indien – kann man sich auch über Fairtrade-Aktivitäten informieren.

Nach wie vor sucht "A Janela" ehrenamtliche Mitstreiter. „Wer Spaß an der Ladenarbeit hat und sich engagieren möchte, kann sich gern bei uns melden“, sagt Judith Siller.

Weltladen "A Janela", Emser Straße 45, Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10 bis 19 Uhr, Sonnabend 10 bis 15 Uhr. Kontakt über Telefon 88 68 08 77 oder per E-Mail an info@ajanela.de und www.ajanela.de.

Autor:

Karla Rabe aus Steglitz

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