Vivantes hält sich bedeckt bei Bonhoeffer-Gelände
Campus statt Wohnen

Für das Gelände der ehemaligen Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik gibt es neue Perspektiven: Der Krankenhaus-Konzern Vivantes könnte dort einen Ausbilungscampus errichten.

Von dieser Möglichkeit berichtete Bürgermeister Frank Balzer (CDU) im Stadtentwicklungsausschuss der Bezirksverordneten. Bisher wird das Gelände an der Oranienburger Straße vom Krankenhaus des Maßregelvollzuges und zur Unterbringung von Flüchtlingen genutzt. Nahe am Haupteingang an der Oranienburger Straße entsteht eine Modulare Unterkunft für Flüchtlinge (MUF). Die sogenannten Sternhäuser werden zurzeit als Ankunftszentrum genutzt, bis das MUF fertig ist, das dann zum Ankunftszentrum wird. Neben den Sternhäusern befindet sich zudem ein Containerdorf für Geflüchtete.

Bisher war im Bezirk Konsens, dass die Sternhäuser möglichst bald abgerissen und an ihrer Stelle von der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Gesobau Wohnungen errichtet werden. Gestritten wurde nur darüber, ob dafür ein Bebauungsplan erforderlich ist oder nicht. Voraussetzung wäre grundsätzlich, dass sich Vivantes als bisheriger Eigentümer von dem Grundstück trennt.

Die Aussicht auf die Errichtung eines Ausbilungscampus für Pflegeberufe verändert die Perspektive nun. Allerdings wäre damit das Thema Wohnen noch nicht vom Tisch. So könnte zu der Ausbildungsstätte auch ein Wohnheim für die angehenden Pfleger gehören.

Vivantes plant gemeinsamen Campus mit Charité

Bei Vivantes selbst ist man zurückhaltend. Pressesprecherin Kristina Tschenett betont auf Anfrage der Berliner Woche, dass das städtische Unternehmen das Gelände als „nicht betriebsnotwendiges Grundstück“ betrachte, das nach wie vor veräußert werden soll. Allerdings, so Kristina Tschenett weiter, plane Vivantes einen gemeinsamen Ausbildungscampus mit der Charité. Ein Standort dafür stehe derzeit noch nicht fest.

Hintergrund der Idee eines gemeinsamen Campus sind Pläne für eine Verzahnung der Charité mit ihrer Universitätsmedizin und Vivantes als größtem deutschen kommunalen Krankenhauskonzern. Für den Wittenauer Standort spricht neben dem vorhanden Platz auch die gute Verkehrsanbindung über die U-Bahnlinie 8.

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