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Telefonzelle im Exil: Felix Schönebeck will Rückkehr organisieren

Diese bepflanzte britische Telefonzelle könnte Vorbild für das Reinickendorfer Häuschen werden.
Diese bepflanzte britische Telefonzelle könnte Vorbild für das Reinickendorfer Häuschen werden. (Foto: Mariette Dieck)

Für die einst an der Greenwichpromenade aufgestellte englische Telefonzelle ergeben sich neue Perspektiven.

Vor vielen Jahren beschenkte die englische Gemeinde Greenwich ihre „Partnerstadt“ Reinickendorf mit einer der berühmten roten englischen Telefonzellen. Der Bezirk stellte sie natürlich dort auf, wo der Bezug auf die Insel besonders sichtbar ist: An der Promenade, die nach Greenwich benannt ist.

Doch Anfang des Jahres baute der Bezirk das zum Tegeler Wahrzeichen gewordene Häuschen ab und stellte es in Sichtweite des Rathauses auf dem Gelände des Grünflächenamtes wieder auf. Der Grund: Die rote Zelle war keine Attrappe, sondern auch eine funktionierende Telefonzelle. Das allerdings mit Unterbrechungen. Immer wieder wurde sie von Vandalen heimgesucht, die regelmäßig große Schäden anrichteten.

Die Deutsche Telekom zog daraus Konsequenzen. Sie beendete den Betrieb der Telefonzelle zum Jahresende 2017. Damit wurde wiederum der Bezirk zuständig für die Pflege des Häuschens. Zur Behebung der Schäden müsste er jährlich durchschnittlich mehr als 5000 Euro ausgeben.

Verein "I love Tegel" hat Telefonzelle erst 2015 restauriert

Der CDU-Bezirksverordnete Felix Schönebeck, der auch Gründer des Vereins I love Tegel ist, will sich mit dem Wittenauer Exil des Briten-Geschenks nicht abfinden. "Mein ganzes Leben kenne ich die rote Telefonzelle an der Greenwichpromenade. Wir von I love Tegel haben sie erst 2015 aufwendig restauriert“, beschreibt er seine Verbundenheit mit dem roten Häuschen.

Ein erster Lösungsvorschlag, den Schönebeck aus London kennt, könnte die Entfernung der Scheiben und die Bepflanzung des Innenraumes mit Blumen sein, die dann herauswachsen. Der Innenraum wird ohnehin nicht weiter genutzt und könnte verschlossen werden.

Mittlerweile hat ein Malerbetrieb zugesagt, Restauration und Lackierung zu übernehmen. Ein weiterer Betrieb würde im Falle einer Rückkehr der Zelle nach Tegel eine Patenschaft für ein Jahr übernehmen. Schönebeck plant zudem eine Initiative, die das „Greenwich-Ensemble“ pflegt. Dazu gehören neben der Telefonzelle Feuermelder, Briefkasten und Kanonen. Weitere Ideen sind ihm willkommen. Sie können ihm per E-Mail unter felix@ilovetegel.de mitgeteilt werden.

Diese bepflanzte britische Telefonzelle könnte Vorbild für das Reinickendorfer Häuschen werden.
Gartenamtsleiter Rüdiger Zech und Baustadträtin Katrin Schultze-Berndt vor der auf Amtsgelände gesicherten Telefonzelle. Foto: Bezirksamt Reinickendorf
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