Vom "alten" Naturverständnis
Tierstimmen-Imitator Uwe Westphal tritt am 8. Juni in Britz auf

Uwe Westphal kann rund 130 Vogelarten nachzwitschern.
  • Uwe Westphal kann rund 130 Vogelarten nachzwitschern.
  • Foto: Gabrielle Dummschat
  • hochgeladen von Corina Niebuhr

Wenn es um die Natur, unsere Wälder und deren Bewohner geht, gibt es ein absolutes Kommunikationstalent: den Biologen Uwe Westphal. Er kann rund 200 Tierstimmen täuschend echt imitieren, darunter etwa 130 Vogelarten. Jetzt kommt er nach Britz.

Für den gebürtigen Hamburger Uwe Westphal hätte es wohl kaum ein besseres Berufsfeld geben können als die Biologie. Über die Jahrzehnte kristallisierte sich für den Tierfreund immer deutlicher heraus, dass er naturwissenschaftliche Forschung mit intuitivem Erfahrungswissen kombinieren möchte – um seinen Zuhörern ein neues „altes“ Naturverständnis wieder näher zu bringen. Denn das, findet er, geht immer weiter verloren in unserer Zeit – nicht zuletzt durch das aktuelle massive Artensterben in der Insekten- und Vogelwelt. 

Naturerfahrung weitergeben

„Schon als Kind war ich von allem begeistert, was kreucht und fleucht. Meine Großeltern hatten einen kleinen Bauernhof mit Kühen und Schweinen, Hühnern, Hund und Katze und vielen wilden Mitbewohnern“, erzählt Uwe Westphal. Er habe sich an den Schwalben in der Diele erfreut und über das riesige Hornissennest auf dem Kornboden gestaunt. Stundenlang streifte er über Felder und Wiesen – und schärfte seine Sinne für die Laute der Tiere, die ihm begegneten: Rehe, Hasen, Rebhühner, Kiebitze und viele andere mehr.

Heute kann er sie alle perfekt nachahmen: die Laute von Vögeln, Säugetieren, Amphibien und Insekten. An diesem Talent feilt der 61-Jährige seit Jahrzehnten. Schule war für ihn dabei immer die intensive Naturbeobachtung. Was er im Laufe der Zeit auch erkannte: Wenn er vor Publikum Tiere nachahmte, reagierten die Zuhörer oft erstaunlich emotional darauf.

„Ich erlebe es immer wieder, dass insbesondere meine Vogelstimmen-Imitationen die Herzen ganz vieler Menschen berühren“, so Uwe Westphal, der sein Wissen seit den späten Siebzigerjahren auf geführten Wanderungen durch die Natur, in Büchern, auf Vorträgen und in Seminaren weitergibt. Seine große Hoffnung bei all dem ist: Wer mit Tieren mitfühlen kann, wird sich hoffentlich auch für deren Schutz und gegen die Zerstörung ihrer Lebensräume einsetzen.

Heimische Tiere im Britzer Garten

Nun kommt Uwe Westphal in den Britzer Garten. Für die, die sich von seinen Stimmimitationen verzaubern oder inspirieren lassen möchten: Er tritt am Samstag, 8. Juni, um 13.30, 14.30 und 15.30 Uhr auf der Holzbühne in der Nähe des Umweltbildungszentrums auf. Ab 13 Uhr werden zudem unter dem Titel „Rendezvous im Garten“ weitere Programmeinlagen rund um heimische Tiere im Britzer Garten angeboten.

Mehr Informationen gibt es unter www.britzer-garten.de oder mailto:info@britzer-garten.de.

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