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A-Junioren verteidigen Titel gegen Frankfurt
BRC ist Deutscher Rugby-Meister

Die A-Junioren vom Berliner Rugby Club (gestreift) – hier beim Halbfinaltriumph über Heidelberg – sind erneut Deutscher Meister.
Die A-Junioren vom Berliner Rugby Club (gestreift) – hier beim Halbfinaltriumph über Heidelberg – sind erneut Deutscher Meister. (Foto: Michael Nittel)

Die A-Junioren vom Berliner Rugby Club (BRC) sind erneut Deutscher Meister! In einer Neuauflage des letztjährigen Finales setzten sich die Charlottenburger gegen den SC 1880 Frankfurt mit 41:10 durch und verteidigten erfolgreich den Titel.

„Im Finale sind zwei wirklich tolle Mannschaften aufeinandergetroffen. Es war in den ersten 50 Minuten ein schönes, schnelles, hartes und faires Rugbyspiel“, freute sich Colin Grzanna. Der 38-Jährige hatte die Junioren vom BRC jahrelang trainiert, war Kapitän der Deutschen Rugby-Nationalmannschaft und ist seit dem 1. April Head of Physical Performance beim Deutschen Rugby Verband. Das Endspiel auf dem Ernst-Reuter-Sportfeld in Zehlendorf am 10. Juni sahen rund 1000 begeisterte Zuschauer. Tags zuvor hatte sich der BRC im Halbfinale souverän gegen die RG Heidelberg durchgesetzt. „Nicht nur das Finale und unser Erfolg, sondern das gesamte Wochenende war so, wie wir es uns erträumt haben: viele Zuschauer, eine tolle Stimmung und dann zum Abschluss noch so ein Finale – perfekt!“

Seit der U8 spielt dieses Team nahezu unverändert zusammen. Ohnehin gehört die Nachwuchsarbeit beim BRC – wie man auch an diesen jüngsten Erfolgen sehen kann – neben der Jugendarbeit beim SC 1880 Frankfurt mit zum Besten, was der deutsche Rugbysport zu bieten hat. Von den rund 500 Mitgliedern sind die Hälfte Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre – Tendenz steigend. Ein Grund dafür ist, dass der Klub mittlerweile mit 20 Schulen kooperiert und der Rugbysport bei der dortigen Lehrerschaft und natürlich bei den Schülern begeistert auf- und angenommen wird. Nicht von ungefähr: Schließlich gilt Rugby nicht nur bei denen, die diesen Sport leben und lieben, als ein fairer Wettbewerb mit klaren Regeln, bei dem die Athleten sehr respektvoll miteinander umgehen.

Hinzu kommt, dass dieser Sport sehr integrativ ist: Auch beim BRC kommen die Spieler aus nahezu allen sozialen Schichten. Und es ist ein Mannschaftssport, der diesen Namen wirklich verdient. Ein Team kann nur erfolgreich sein, wenn jeder einzelne Spieler seine Aufgabe erfüllt und seine Leistung bringt. Und aufgrund der vielen unterschiedlichen Positionen im Rugby werden nicht nur charakterlich, sondern auch körperlich die unterschiedlichsten Menschen benötigt: ob klein oder groß, ob dick oder dünn – beim Rugby kann aus jedem etwas werden.

In jedem Fall darf man gespannt sein, ob dieses erfolgreiche Team personell so zusammenbleiben wird, um irgendwann – vielleicht – als 1. Herren des BRC den ersten deutschen Meistertitel im Erwachsenenbereich nach Berlin zu holen. Eines scheint sicher: Auch in Zukunft wird man beim BRC alles in eine gute Nachwuchsarbeit investieren. Colin Grzanna abschließend: „Es ist einfach toll, mit solchen Jungs zusammenzuarbeiten und ihre Entwicklung zu sehen. Es hört sich vielleicht abgedroschen an: Aber ich wollte sie in erster Linie nicht zu guten Sportlern, sondern zu guten Menschen machen.“ Im Optimalfall werden sie beides.

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