Corona-Hotspot am Ostbahnhof
Bezirksamt meldet 45 positive Fälle

Corona- Unternehmens-Ticker

Nach lokalen Ausbrüchen in Neukölln und Spandau gibt es auch im Bezirk jetzt einen Ort mit zahlreichen Coronafällen.

Es handelt sich dabei um einen Gebäudekomplex an der Straße der Pariser Kommune, unweit des Ostbahnhofs. Nach unbestätigten Meldungen leben dort bis zu 200 Menschen, teilweise in sehr beengten Wohnverhältnissen.

Die Zahl der positiv auf Covid-19 getesteten Personen gab das Bezirksamt inzwischen mit 45 an. Insgesamt hätten sich 171 Bewohner freiwillig testen lassen. Das passierte bereits ab 16. Juni. Bekannt geworden ist der Corona-Ausbruch am 23. Juni.

Die betroffenen Haushalte, nach Bezirksangaben sind es 37, sowie weitere Kontaktpersonen stehen seither unter Quarantäne. Die geschätzte Zahl an Personen, die diesen Einschränkungen unterliegen, bewegt sich in ähnlicher Größenordnung, wie die der Getesteten, ist aber nicht deckungsgleich. Manche Nicht-Getestete befinden sich darunter, weil sie in enger Verbindung zu einem Covid-19-Fall stehen. Andere, deren Ergebnis negativ war und die auch keine Kontakte haben, sind davon wiederum ausgenommen.

Die unter Quarantäneanordnungen stehenden Personen werden vom Bezirksamt mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln versorgt. Das geschehe zum einen, weil die Betroffenen durch die Anordnung in ihrer Mobilität eingeschränkt worden seien, erläuterte der stellvertretende Bürgermeister und Gesundheitsstadtrat Knut Mildner-Spindler (Linke). Zum anderen gäbe es oft keine Angehörigen oder andere Personen, die die Versorgung übernehmen könnten. Angebote des Senats, zumindest einen Teil der Menschen in dafür angemieteten Hotels unterzubringen, wurden vom Stadtrat eher zurückhaltend aufgenommen. Auch dort müssten sie ja auf engstem Raum leben. Und die Betreuung vor Ort, wie jetzt durch das Gesundheitsamt oder Sozialarbeiter gewährleistet, wäre dann ebenfalls schwieriger.

Bei ungefähr der Hälfte der positiv Getesteten handelt es sich um Kinder. Ihre Tagesstätten und Schulen ebenso wie Jugendfreizeiteinrichtungen wären umgehend informiert und dort ebenfalls Testmöglichkeiten angeboten worden. Zumindest die ersten Ergebnisse seien aber allesamt negativ ausgefallen. Bei allen Covid-19-Fällen sei bisher ein "asymptomatischer Verlauf" festzustellen, wurde ebenfalls erklärt. Konkret: Sie haben, wenn überhaupt, nur sehr marginale Krankheitssymptome.

Autor:

Thomas Frey aus Friedrichshain

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