Das Ende von Sibylle: Café ist geschlossen

Auch mit den "Schirmen für den Frieden" der Künstlerin Ute Donner wurde zuletzt für den Erhalt des Café Sibylle gekämpft.
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Alle Solidaritätsbekundungen und Petitionen haben nichts genutzt. Seit 1. April gibt es keinen Betrieb mehr im Café Sibylle.

Wie lange, ist aktuell unklar. Es soll zwei Interessenten geben, die anscheinend auch bereit wären, in den bisherigen Mietvertrag des inzwischen insolventen Bildungsträgers BUF einzusteigen. Ob es dazu kommt, ist aber jetzt wohl Inhalt weiterer Gespräche.

Demgegenüber steht das vorläufige Ende am 31. März. Es resultiere daraus, dass alle Bemühungen für eine Fortsetzung des Café Sibylle endgültig gescheitert seien, heißt es in einer Erklärung des bisherigen Untermieters und Betreibers, der Krea GmbH, und ihres Geschäftsführers Uwe Radack zum Abschied. Dort wird erneut die "wochenlange Hängepartie" bezüglich eines offenen Gesprächs mit dem Bezirksamt beklagt. Es habe erst am 26. März mit Stadtrat Knut Mildner-Spindler (Linke) stattgefunden. Dabei sei keine einvernehmliche Einigung gefunden worden.

Streitpunkt mit dem Bezirk war vor allem das Bewerten der Ausstellungsfläche im Café. Die Schau zur Stalinallee nehme etwa die Hälfte der Gesamtfläche ein, argumentierte der Betreiber. Deshalb wollte er, dass der Bezirk einen Anteil an der Nettokaltmiete sowie den Nebenkosten für diese Fläche übernimmt. Was der aber ablehnte.

Einen weiteren Knackpunkt gab es aber auch bei der Miethöhe. Laut Radack sollte der künftige Quadratmeterpreis bei 13,50 Euro liegen. Diese Kosten wären nicht aus dem laufenden Betrieb zu erwirtschaften.

Mit dem zumindest vorläufigen Aus endet zunächst eine Traditionsgeschichte an der Karl-Marx-Allee. Das Café war 1953 als Milchbar eröffnet worden. Es war nicht nur Lokal und Ausstellungsort, sondern auch Treffpunkt für Vereine, Parteien und Organisationen. Dazu kamen regelmäßige Veranstaltungen.

Auch mit den "Schirmen für den Frieden" der Künstlerin Ute Donner wurde zuletzt für den Erhalt des Café Sibylle gekämpft.
Die Ausstellung zur Stalinallee im Café.
Autor:

Thomas Frey aus Friedrichshain

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