Sporthalle, Mensa und Bibliothek
Howoge baut Gymnasium an der Schulstraße

Das neue Gymnasium an der Schulstraße. Die drei kompakten Baukörper werden als Holzhybride gebaut.
  • Das neue Gymnasium an der Schulstraße. Die drei kompakten Baukörper werden als Holzhybride gebaut.
  • Foto: Visualierung: a+r architekten
  • hochgeladen von Ulrike Kiefert

Auf dem Gelände des Ende 2018 geschlossenen Seniorenheims an der Schulstraße will die städtische Howoge ein Gymnasium mit 664 Schulplätzen bauen. Jetzt steht die Architektur der "Compartmentschule" fest.

16 Architekturbüros hatten sich an dem Wettbewerb der Wohnungsbaugesellschaft Howoge beteiligt. Am Ende entschied sich die Jury für den Entwurf der Bietergemeinschaft „Ackermann + Raff Architekten GmbH“ aus Stuttgart. Die Architekten überzeugten mit ihren drei vieleckigen Baukörpern in Holzhybridbauweise, die eine „hohe Aufenthaltsqualität und gute Freiflächengestaltung“ garantieren, kommentieren die Preisrichter. Hinzu kommen trapezförmige Schulhöfe, Platz für einen Schulgarten und ein äußerer Rundweg.

664 neue Schulplätze

Gebaut wird das neue Gymnasium an der Schulstraße 97 im Rahmen der Berliner Schulbau-Offensive. Zum Beginn des Schuljahres 2027 soll die neue Schule stehen und Mitte 664 neue Schulplätze in den Jahrgangsstufen sieben bis zwölf bringen. Zusätzlich sind sechs Sporthallenteile auf dem seit Jahren brach liegenden Grundstück zwischen dem denkmalgeschützten Jüdischen Krankenhaus an der Iranischen Straße und einem südwestlich liegenden Baudenkmal geplant.

Eine kleine Schule in einer großen Schule

Errichtet wird das Gymnasium als sogenannte Compartmentschule. Das Konzept für diese „Lern- und Teamhäuser“ verfolgt die Senatsbildungsverwaltung seit 2018 für neue Schulen. Ein Compartment funktioniert dabei wie eine kleine Schule in einer großen Schule: Unterrichtsräume und der Teambereich für Lehrer und Erzieher gruppieren sich um einen zentralen Raum, das sogenannte Forum. Zu jeden Compartment gehören Garderoben und Sanitärräume. Das Forum kann als Treffpunkt, Pausenraum, für Einzel- oder Gruppenarbeiten genutzt werden. Transparenz ist bei dieser Schulbauweise vorgeschrieben. Lehrer und Schüler sollen aus den Unterrichtsräumen in das Forum schauen können, weshalb Türen oder Wände teilweise aus Glas sind. Das schafft ein Gemeinschaftsgefühl und erlaubt den Pädagogen zu überblicken, wo die Schüler gerade sind, die im Forum arbeiten. „Hier entstehen nicht einfach nur dringend benötigte Schulplätze, sondern ein echtes Lern- und Teamhaus, auf das sich die Nutzer freuen dürfen“, sagt Schulstadträtin Stefanie Remlinger (Grüne). Betrieben wird das Gymnasium wie alle Compartmentschulen als Ganztagseinrichtung.

Kostenpunkt: 50 Millionen Euro

Laut Konzept stehen zwei der drei Baukörper der neuen Schule parallel zur Iranischen Straße. Ein rechtwinklig verlaufender dreigeschossiger Riegel überspannt den dazwischen liegenden Freiraum wie eine Brücke. So entsteht eine überdachte Öffnung als Eingangsbereich zur Schulstraße hin. Der Riegel beherbergt die Fachräume und Compartments. In den anderen beiden Häusern kommen die Dreifeld-Sporthalle, die Verwaltung, die Mensa, Aula und die Bibliothek unter. Über zentrale Treppen gelangen die Schüler in die Obergeschosse. Für sein neues Gymnasium hatte der Bezirk in seiner Investitionsplanung bis 2023 rund 50 Millionen Euro beim Senat angemeldet.

Autor:

Ulrike Kiefert aus Mitte

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