Stiftung stellt Geld bereit
Uferstudios: Schornstein wird restauriert

Der auffällige Schornstein der Uferstudios wird saniert. Spenden und die Denkmalschutz-Stiftung machen es möglich.

Dank zahlreicher Spenden und Geld von der Lotterie GlücksSpirale stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) 30 000 Euro für die Instandsetzung des 62 Meter hohen Schornsteins des ehemaligen Straßenbahnbetriebshofs Gesundbrunnen bereit. Das Denkmal gehört zu den 200 Objekten, die die Stiftung allein in Berlin fördern konnte.

Der alte Betriebsbahnhof ist das heutige Uferstudio-Gelände und Heimat vieler Tanzstudios und Künstler. Der stillgelegte runde Schornstein steht vor dem Heizhaus und ist das weithin sichtbare Merkmal des Geländes. „Da Teile des Geländes bereits restauriert sind, ist auch der Erhalt des Schornsteins aus ästhetischen, baugeschichtlichen und denkmalpflegerischen Gründen gewünscht und notwendig“, teilt die Stiftung mit. Die Sanierungsarbeiten am Schornstein haben bereits begonnen.

Der frühere Straßenbahnbetriebshof entstand von 1926 bis 1931 in einem Stilmix aus Expressionismus und Neuer Sachlichkeit. Damals löste in Berlin der elektrische Straßenbahnbetrieb die Pferdebahn ab. Das Gebäudeensemble ist heute knapp 6000 Quadratmeter groß und liegt direkt am Ufer der Panke. Alle Gebäude sind mit rötlich-braunen Ziegelsteinen in Sichtmauerwerk gebaut. Die paarweise hervortretenden Klinkerlagen geben den Bauten eine kraftvolle und dynamische Ausstrahlung. Das gilt besonders für die 144 Meter lange und 16 Meter breite, säulenlose Werkstatthalle. Der innere Hof wird von einem zweistöckigen Lager- und Personalgebäude begrenzt, der in eine zweite Werkstatthalle übergeht. Das kubische Heizhaus mit dem Schornstein und ein Kesselhaus schließen das Gebäudeensemble ab.

Autor:

Ulrike Kiefert aus Mitte

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