Grundstücksbesitzer leider unbekannt
Gefährliche Brückenruine

Günter Oertel (links) und Klaus Hübner an dem maroden Brückchen.
2Bilder
  • Günter Oertel (links) und Klaus Hübner an dem maroden Brückchen.
  • Foto: Ralf Drescher
  • hochgeladen von Ralf Drescher

Wer von der Straße zur Nachtheide am Kietzer Feld in Richtung Müggelberge will, läuft durch den Wald. Dabei überquert er den Wiesengraben, von Anwohnern auch Kuhgraben genannt.

Und da gibt es seit Jahren ein Problem. Ein kleines, vor rund 60 Jahren aus Eisenbahnschwellen errichtetes Brückchen ist völlig marode und eine Unfallgefahr. „Vor wenigen Tagen ist dort eine Radfahrerin in die Lücken geraten und gestürzt. Meine Frau hat sie verarztet, das Rad haben wir dann im Keller untergestellt. Mit ihren Verletzungen an den Beinen konnte sie nicht mehr weiter“, erzählt unser Leser Klaus Hübner. Gemeinsam mit seinem Nachbarn Günter Oertel führt er mich in den Wald.

Die Querung des Wiesengrabens ist wirklich völlig zerfallen, die Bahnschwellen lösen sich bereits auf. „Ich hab vor Monaten mal einen Mitarbeiter der Försterei angesprochen, der hat gesagt, das wäre privat, die Berliner Forsten sind nicht zuständig“, berichtet Klaus Hübner. Der ehemalige Polizist will sich nicht damit abfinden, dass es keinen Verantwortlichen für dieses Problem gibt.

Silvia Knöfel-Mosch, die zuständige Revierförsterin, bestätigt aber erst einmal die Aussage ihres Kollegen. „Hier gab es schon oft Beschwerden, ich habe die Gefahrenstelle dem Ordnungsamt gemeldet. Inzwischen kam heraus, dass das Brückchen laut Grundbucheintrag auf einem privaten Flurstück ist. Ungefähr 25 Meter davor endet unsere Zuständigkeit. Auch das Ordnungsamt hat nach dem Eigentümer gesucht, bisher wohl ohne Erfolg“, berichtet die Revierförsterin.

Sie kann auf dem Privatgrundstück nicht tätig werden. Da viele Kleingärten in diesem Bereich bereits nach Kriegsende aufgegeben wurden, kann es durchaus sein, dass der Eigentümer schon vor Jahrzehnten ohne Erben verstorben ist. Einzige Möglichkeit wäre es derzeit, den Weg durch den Wald dort abzusperren, wo das Gelände der Berliner Forsten endet.

Günter Oertel (links) und Klaus Hübner an dem maroden Brückchen.
Die Balken sind inzwischen völlig vermodert.
Autor:

Ralf Drescher aus Lichtenberg

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

10 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Beitragsempfehlungen

WirtschaftAnzeige
Genießen Sie kulinarische Köstlichkeiten im Spitzenrestaurant "Machiavelli".
  4 Bilder

Restaurant "Machiavelli" am Roseneck
Seit 10 Jahren eine der besten Adressen in Grunewald

Dass das Spitzenrestaurant "Machiavelli" zu den ersten Adressen in der Hauptstadt gehört, ist berlinweit bestens bekannt. So überzeugt die Location seit dieser Zeit mit einer landestypischen italienischen, aber auch alpenländischen Kulinarik vom Feinsten. Darüber hinaus präsentiert sich das "Machiavelli" als wahre grüne Oase inmitten der Großstadt. Aktuell überrascht das Team selbstverständlich auch mit diversen Pfifferlingskreationen, wobei der beliebte, schmackhafte Pilz gern mit einem...

  • Grunewald
  • 04.08.20
  • 343× gelesen
WirtschaftAnzeige
Das Team der Fleischerei Haroun freut sich auf Ihren Einkauf.

Fleischerei Haroun
Wir haben Ihre Grillspezialitäten!

An der Prinzenallee, zwischen dem U-Bahnhof Pankstraße und der Bellermannstraße, gibt es eine stadtweit bekannte Institution: die Fleischerei Haroun. Ihr Besitzer Youcef Haroun ist der in seiner Familie traditionsreichen Berufung zum Fleischer gefolgt. Sein nach Tradition verarbeitetes Fleisch in Halal-Qualität zaubert Kennern ein Lächeln auf die Lippen. Zu seinen Stammkunden zählen die französischsprachige, aber auch in der deutschen und sogar der rumänischen beziehungsweise bulgarische...

  • Wedding
  • 04.08.20
  • 186× gelesen
SozialesAnzeige
In der Gruppe werden Erfahrungen ausgetauscht.
  2 Bilder

Kontaktstelle PflegeEngagement Reinickendorf
"Der Austausch mit anderen tut mir gut"

Inge M. freut sich schon. An zwei Montagen im Monat besucht sie das Angehörigencafé der Kontaktstelle PflegeEngagement, eine Gesprächsgruppe für pflegende und betreuende Angehörige, Freunde und Nachbarn. „Die Pflegesituation zu Hause ist oft sehr anstrengend“, sagt Inge, „das ständige Angebundensein, die körperliche Belastung und Freunde, die sich abwenden. Es gibt natürlich auch schöne Momente. Trotzdem habe ich mir meine Rente anders vorgestellt. Hier in der Gruppe treffe ich Menschen,...

  • Bezirk Reinickendorf
  • 04.08.20
  • 123× gelesen
WirtschaftAnzeige
  3 Bilder

IdeeZaun
Ihr Wunschzaun wird hier Wirklichkeit

Wir, die Firma IdeeZaun, sind im Zaunhandel bereits seit 2008 tätig. Als mittelständisches Unternehmen an den Standorten Tempelhof und Hermsdorf sehen wir uns als Partner zwischen der Produktion und unseren Kunden. Wir beliefern Privatkunden sowie Garten- und Landschaftsbauer. Mittlerweile sind wir ein etabliertes Unternehmen in Berlin und Brandenburg. Daher würden wir uns freuen, Ihnen auch Ihren Wunschzaun zu planen und zu verwirklichen. Von der Beratung bis zum Aufbau: alles aus...

  • Hermsdorf
  • 04.08.20
  • 253× gelesen
BildungAnzeige
  4 Bilder

Jeder kann was!
Freie Ausbildungsplätze an der Emil Molt Akademie

Wir sind eine Berufsfachschule, Fachoberschule und Fachschule in freier Trägerschaft. Vor zwei Jahren im neuen Vollholzgebäude in Schöneberg eingezogen, freuen wir uns, Ihnen mit neuer Kapazität folgende Bildungsgänge anbieten zu können: Die Ausbildung zum Sozialassistenten, in zwei Jahren - Voraussetzung: Berufsbildungsreife (BBR) Die Ausbildung zum Kaufmännischen Assistenten, in zwei Jahren - Voraussetzung: Mittlerer Schulabschluss (MSA) Die Allgemeine Fachhochschulreife,...

  • Schöneberg
  • 01.07.20
  • 584× gelesen
  •  2
WirtschaftAnzeige
  3 Bilder

Wie hat sich das Einkaufsverhalten in Berlin und Brandenburg verändert?
Mehr Wertschätzung für regionale Lebensmittel?

Der Agrarmarketingverband pro agro und der Verband Digitalwirtschaft Berlin-Brandenburg (SIBB e.V.) befasst sich mit dem Thema:  Mehr Wertschätzung für regionale Lebensmittel.  Toilettenpapier, Hamsterkäufe, Begrenzungen der Kundenzahlen in den Geschäften - die mediale Berichterstattung der vergangenen Monate zum Einkaufsverhalten der Verbraucher war bestimmt von diesen drei Schlagzeilen.  Doch wie hat sich das Einkaufsverhalten in Berlin und Brandenburg verändert? Wurde häufiger im...

  • 03.07.20
  • 819× gelesen

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen