Verkehrsprobleme in der Altstadt
Abstimmung über Maßnahmen nach Brückensperrung steht noch aus

Die Köpenicker Altstadt ist dem Umfahrungsverkehr kaum gewachsen.
  • Die Köpenicker Altstadt ist dem Umfahrungsverkehr kaum gewachsen.
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Seit dem 24. Januar ist mit der Salvador-Alende-Brücke einer der wichtigsten Spreeübergänge im Bezirk gesperrt. Rund um diesen Bereich verstärkt sich seitdem der ohnehin vorhandene Stau, vor allem die Altstadt von Köpenick ist betroffen.

Der offizielle Weg würde für Kraftfahrer aus Wendenschloss, Müggelheim und dem Allendeviertel jetzt über Müggelheimer Straße, Oberspreestraße und Wilhelm-Spindler-Brücke führen. Der rund drei Kilometer kürzere Weg führt jedoch über Amtsstraße, Landjägerstraße und Freiheit mitten durch die enge Altstadt. Und darin liegt das Problem. Diese Verbindung ist jetzt fast zu allen Tageszeiten zugestaut. Im Rahmen des Verkehrskonzepts für Alt-Köpenick wurde diesen Straßenzügen vor rund 20 Jahren eine Verkehrsberuhigung verordnet, mit Gehwegvorstreckungen, Fahrbahnkissen und angeordnetem Tempo 10. An den parkenden Fahrzeugen kommt der Richtungsverkehr nur wechselseitig voran.

CDU und FDP im Bezirk verlangen jetzt, diesen Bereich zeitweise von diesen Beschränkungen zu befreien. So könnten dort die Gehwegvorstreckungen entfernt und auf beiden Seiten Parkverbot eingerichtet werden, um den Verkehrsfluss zügiger zu gestalten, wird im aktuellen BVV-Antrag gefordert. Da der Bezirk über mögliche Umleitungen nicht allein entscheiden kann, ist in diesen Tagen ein Gespräch mit Fachleuten aus dem Bezirk, darunter vom Fachbereich Tiefbau, und Vertretern der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, geplant.

Busspur geplant

Andere Möglichkeit: im betroffenen Bereich den öffentlichen Nahverkehr beschleunigen. Bei der genannten Senatsverwaltung gibt es bereits Pläne, im Bereich Salvador-Allende-/Friedrichshagener Straße eine Busspur einzurichten. Ob die Vollsperrung durch Beschleunigung der Arbeiten am Brückenneubau verkürzt werden kann, ist noch nicht klar. „Mögliche Optionen wie ein Dreischicht-Betrieb auf der Baustelle werden grundsätzlich mitgeprüft, sind aber von rechtlichen, bautechnischen und finanziellen Rahmenbedingungen abhängig. Zum jetzigen Zeitpunkt können wir dazu keine weiteren Angaben machen, da die erforderlichen Untersuchungen noch ausstehen“, teilt Derk Ehlert von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz auf Nachfrage mit.

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