Jetzt geht‘s ans Eingemachte
Projektverantwortliche geben Überblick über Bauhauptleistungen zur Dresdner Bahn

Am Bahnübergang Säntisstraße sind schwere Maschinen im Einsatz, wie das Luftbild zeigt.
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  • Am Bahnübergang Säntisstraße sind schwere Maschinen im Einsatz, wie das Luftbild zeigt.
  • Foto: DB Netz AG / vectorvision
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Bei einem Informationsabend haben Holger Ludewig, Projektleiter der Dresdner Bahn, und sein Expertenteam jetzt Anwohnern Rede und Antwort gestanden. Erläutert wurden die nach dem Abschluss der bauvorbereitenden Maßnahmen beginnenden Bauhauptleistungen. Wir haben die wichtigsten Informationen zusammengefasst.

Attilastraße: Nordwestlich des S-Bahnhofs werden demnächst die Elemente der Lärmschutzwand eingebaut. Südlich des Teltowkanals wurden nach dem Abriss von Kleingärten bis Ende September am Mariendorfer Hafensteg durch die Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg Leitungen umverlegt. Das Gleiche geschieht dort nochmal von Oktober bis Mai 2020 durch die Stromnetz Berlin GmbH. Der Einbau von Weichen und Gleisen soll laut Deutscher Bahn im September stattgefunden haben.

Großbeerenstraße: Für die Eisenbahnüberführung nördlich des S-Bahnhofs Marienfelde wurde inzwischen der Bauvertrag übergeben. Aktuell wird dort die nötige Baufreiheit geschaffen. Danach sollen der Abbruch und der Neubau einer breiteren S-Bahnbrücke erfolgen. Die Verschwenkung der S-Bahn auf den Fernbahnüberbau steht im Juni 2020 an. Bis September 2020 müssen aufgrund von Bauarbeiten der Wasserbetriebe Straßensperrungen erfolgen.

Bahnhof Marienfelde: Aufgrund der in diesem Bereich vorkommenden Eidechsen musste die Deutsche Bahn dort entsprechende Habitate fertigstellen. Die Kabeltiefbauarbeiten stehen vor dem Abschluss. Das neue elektronische Stellwerk wurde bereits in Betrieb genommen. Seit Mitte September läuft der Weicheneinbau. Bis Juni 2020 soll das Abstellgleis hergestellt sein und in Betrieb gehen sowie die Lärmschutzwand errichtet werden. Die S-Bahn-Verschwenkung im Bahnhof ist ebenfalls für Juni 2020 vorgesehen.

Säntisstraße: Alle Kabel und Leitungen wurden inzwischen umverlegt. Der Bau der Eisenbahnüberführung erfolgt in zwei Etappen. Dabei soll der S-Bahnbetrieb bis Ende 2021 weitestgehend aufrechterhalten werden. Bis Ende des Jahres sollen die Verbauten hergestellt sein. Es folgen der Aushub und die Errichtung von Bohrpfahlwänden. Anschließend kann der Bau der Überführung für die Fernbahn erfolgen.

Bahnhofstraße Lichtenrade: Bis Januar 2020 sollen sowohl die Gas- und Wasserleitungen als auch die Strom- und Telefonkabel verlegt worden sein. Die Kabeltiefbauarbeiten dauern bis Juni 2020. Bis zur Schließung der Bahnhofstraße für Autos im zweiten Quartal 2020 entsteht am Pfarrer-Lütkehaus-Platz eine provisorische Brücke für Fußgänger und Radfahrer. Für den Bahnhof Lichtenrade läuft derzeit ein Denkmalschutzgutachten. Holger Ludewig bestätigte nochmals, dass historische Elemente wie der Schriftzug erhalten bleiben sollen.

Wolziger Zeile: Die Schrankenanlage am Bahnübergang wurde erneuert. Die Überführung für die S-Bahn wird bis zum zweiten Quartal 2020 gebaut, für die Fernbahn bis zum dritten Quartal 2021. Für den Verkehr freigegeben wird die Wolziger Zeile erst nach Fertigstellung der Überführung in der Bahnhofstraße, weil sie dann als Umleitungsstrecke dient.

Wer Detailfragen mit den Verantwortlichen klären möchte, hat dazu zwei Möglichkeiten. Auf dem S-Bahnhof Lichtenrade ist dienstags 14 bis 18 Uhr der Infopunkt geöffnet, wo die Pläne eingesehen werden können. Fachliche Fragen beantwortet das Projektteam außerdem unter dresdner_bahn@deutschebahn.com. Der Baulärmverantwortliche ist unter Telefon 34 64 98 04 zu erreichen.

Weitere Infos unter http://www.dresdnerbahn.de/.

Autor:

Philipp Hartmann aus Köpenick

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