Entwickler und Howoge unterschreiben Vertrag
Wohnprojekt im Georg-Knorr-Gewerbepark nimmt eine Hürde

Auf dem ehemaligen Knorr-Bremse-Gelände gibt es eine Reihe von denkmalgeschützten Gewerbegebäuden und Garagen.
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  • Foto: hari
  • hochgeladen von Harald Ritter

Die Laborgh Investment GmbH und die Howoge haben einen Vertrag über das Bauvorhaben „Georg Knorr Park Teilfläche Ost“ über einen Teil des ehemaligen Geländes der Knorr-Bremse AG unterzeichnet. Damit ist ein wichtiger Schritt zur Entwicklung eines gemischten Gebietes von Gewerbe und Wohnen gleich am S-Bahnhof Marzahn getan.

Das Grundstück im Georg-Knorr-Gewerbepark umfasst rund 91 500 Quadratmeter. Es wird vom Georg-Knorr-Platz und dem Wiesenburger Weg mit dem Parkfriedhof begrenzt. Neben einer Reihe von Industriegebäuden, stehen auf dem Areal unter anderem eine große Tankstelle und Garagen aus den 1930-Jahren, die denkmalgeschützt sind.

Die Knorr Bremse AG verkaufte das Grundstück 2016 an die Laborgh Investment GmbH. Der Projektentwickler wollte hier bis zu 1500 Wohnungen bauen und anschließend an die Howoge übergeben. Allerdings widersprachen die Pläne dem Flächennutzungsplan des Landes Berlin. Er ermöglicht hier nur Gewerbeansiedlungen.

Das Vorhaben wurde dennoch von Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Die Linke) unterstützt, die wegen des schleppenden Vorangehens des Wohnungsbaus in Berlin unter Druck stand. Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Bündnis 90/Die Grünen) wollte das Areal dagegen unbedingt für Gewerbeansiedlungen erhalten sehen. Ähnlich äußerte sich Bürgermeisterin Dagmar Pohle (Die Linke).

Schließlich gab eine Intervention des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller (SPD) den Ausschlag und es wurde ein Kompromiss ausgehandelt. Die Zahl der neu zu bauenden Wohnungen wurde auf 1000 reduziert. Es soll ein Mix aus Wohnen und Gewerbe um den denkmalgeschützten Bestand entstehen. Außerdem planen Laborgh und die Howoge einen Kita-Neubau mit 100 Plätzen und mehrere Hundert Pkw-Stellplätzen. Wann Baubeginn ist, hängt von der Dauer des Bebauungsplanverfahrens ab. Es dauert in der Regel mindestens zwei Jahre und die Verantwortung dafür trägt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. „Die Übernahme des Verfahrens wird gerade durch unser Haus vorbereitet“, erklärt Pressesprecherin Petra Rohland. Hierzu gebe es noch Gespräche mit dem Bezirksamt. Noch ist ein Bebauungsplan des Bezirksamtes gültig, der hier ausschließlich Gewerbe vorsieht.

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