Entsetzen über Enten-Massaker im „SpieleWald“

Stups ist eins der Lieblinge der Mitarbeiter des „SpieleWaldes“. Sie zogen das Lämmchen zunächst mit der Flasche auf, weil die Mutter es nicht annahm. Nach den Vorfällen der zurückliegenden Wochen sorgen sie sich um die Sicherheit „ihres Babys“.
  • Stups ist eins der Lieblinge der Mitarbeiter des „SpieleWaldes“. Sie zogen das Lämmchen zunächst mit der Flasche auf, weil die Mutter es nicht annahm. Nach den Vorfällen der zurückliegenden Wochen sorgen sie sich um die Sicherheit „ihres Babys“.
  • Foto: Gärtner
  • hochgeladen von Harald Ritter

Wer kann nur so grausam sein? Seit Anfang des Jahres töten Unbekannte die geliebten Tiere im „SpieleWald“ in Eiche.

Als Anna Gärtner am 14. Januar fünf ihrer Enten getötet im „SpieleWald“ entdeckt, ist sie entsetzt. Die Köpfe der Tiere waren abgehackt, die leblosen Körper lagen im Gras. „Uns reicht es jetzt“, sagt die stellvertretende Vorsitzende des Marzahner Vereins Spielplatzinitiative und Leiterin des „SpieleWalds“.

Das Massaker ist die Spitze einer dramatischen Entwicklung seit Anfang des Jahres. In den zurückliegenden Wochen verschwanden zwei Katzen und jede Nacht Hühner. „Das wollen wir nicht mehr hinnehmen“, erklärt Gärtner.

Mit Vandalismus und Diebstahl kämpft die Initiative quasi seit der Eröffnung des „SpieleWalds“ 2011. Sogar drei Schafe wurden getötet. Nach den Spuren zu urteilen, wurden diese vor Ort geschächtet und anschließend abtransportiert. Seither wird das Areal von einem Hund bewacht.

20 Pferde und noch drei Schafe sowie drei Hühner und eine Ente leben derzeit auf dem Gelände des „SpieleWalds“ nahe der Wuhle und unterhalb der Ahrensfelder Berge etwa hundert Meter von der Landesgrenze entfernt. Kinder und Jugendliche können hier den Umgang mit Tieren kennenlernen, sich austoben und die Natur beim Durchstreifen von Feldern erkunden.

Die Spielplatzinitiative will die Sicherheitsmaßnahmen verstärken und aufrüsten. Das Areal soll mit Spezialkameras überwacht werden. Rund 2000 Euro kostet die Investition. Das Geld hat die Initiative nicht. Der „SpieleWald“ erhält weder vom Land Berlin noch von Brandenburg finanzielle Unterstützung. Der Betrieb wird über Einnahmen aus Reitstunden finanziert.

Anna Gärtner hofft daher ganz besonders auf Spendengelder. „Wenn sich 400 gute Menschen finden und jeweils nur fünf Euro spenden, haben wir es geschafft und könnten unsere Tiere besser schützen“, sagt sie.

Mehr Informationen gibt es unter 0174/818 20 02.

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