"Das ist nicht zum Aushalten"
Gestank aus Müllcontainer belästigt Bewohner an der Marzahner Promenade

Der für die Vorsortierung aufgestellte Schüttcontainer ist übervoll. Es stinkt unerträglich gerade jetzt in der Sommerhitze.
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  • Der für die Vorsortierung aufgestellte Schüttcontainer ist übervoll. Es stinkt unerträglich gerade jetzt in der Sommerhitze.
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  • hochgeladen von Harald Ritter

Nach der Schließung der Müllschächte ist es in einem Hochhaus an der Marzahner Promenade 39 zu unhaltbaren Zuständen gekommen. Der Müll sammelte sich in einem Schüttcontainer vor dem Haus. Gestank und Ungeziefer belästigten die Mieter.

„Das ist einfach nicht zum Aushalten“, sagt Annemarie Will. Der Name wurde von der Redaktion geändert, weil die Mieterin Angst vor Ärger mit ihrem Vermieter hat. Der große Container vor dem Haus sei übervoll von Müll unterschiedlichster Art, von Babywindeln bis Essensresten. Die Sommerhitze setzte einen ekligen Gestank um den Container frei. Armeen von Fliegen umschwärmten das Haus.

„Für die Ratten ist der Container auch ein gefundenes Fressen“, erzählt Will. Eine Nachbarin ergänzt: „Mein Kind ist behindert und hat Atemprobleme. Wegen der Fliegen kann ich die Fenster nicht aufmachen.“ 

Mehr als zwei Wochen habe der Container vor dem Haus gestanden, ohne dass eine Leerung erfolgt sei. Diese Schüttcontainer ersetzen übergangsweise die Müllschächte im Haus, die geschlossen wurden. Einmal in der Woche sortiert ein Mitarbeiter von Alba die Wertstoffe heraus und lagert sie separat.

Derzeit errichtet die Degewo im Haus neue Müllstandsflächen. „Die Baumaßnahmen sind noch nicht abgeschlossen“, teilt Degewo-Pressesprecher Paul Lichtenthäler auf Anfrage der Berliner Woche mit. Allerdings habe es bereits vor der Schließung der Müllschächte in diesem Haus erhebliche Mülltrennungsprobleme gegeben. Deshalb habe die Degewo zu Jahresbeginn einen zusätzlichen Container aufstellen lassen. „Wir hoffen sehr, dass die Mieter nach Fertigstellung der Baumaßnahme den Müll vorschriftsmäßig trennen werden“, erklärt Lichtenthäler.

In der Vergangenheit habe die Mülltrennung an der Marzahner Promenade nicht gekappt, erklärt Alba-Pressesprecherin Susanne Jagenburg. Wertstoffbehälter konnten wegen zu starker Fehlbefüllung nicht entleert werden. „Gemeinsam mit der Degewo arbeiten wir daran, die Situation langfristig zu verbessern“, erklärt die Alba-Pressesprecherin weiter. Kurzfristig seien zusätzliche Container aufgestellt worden, um eine Nachsortierung zu ermöglichen.

Die von der Degewo eingesetzten Alba-Müllwerker sortieren regelmäßig den Müll. Sie kontrollieren die richtige Befüllung der Tonnen und halten die Müllstandsflächen sauber. „Derzeit ist dies aufgrund der Baumaßnahmen nur eingeschränkt möglich“, erläutert Lichtenthäler. Kurz vor Redaktionsschluss ließ die Degewo den übervollen Container abtransportieren. Die Container sollen künftig wöchentlich geleert werden.

Der für die Vorsortierung aufgestellte Schüttcontainer ist übervoll. Es stinkt unerträglich gerade jetzt in der Sommerhitze.
Noch wird an den Müllstandsflächen gearbeitet. Nach deren Fertigstellung soll die Mülltrennung im Haus funktionieren, so die Hoffnung der Degewo.

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