Erstes Haus nur für Frauen
RuT Wohnen und WBM unterschreiben Kooperationsvertrag

So sieht es aus, das fertige Wohnhaus für lesbische Frauen an der Berolinastraße. Der Bau ist genehmigt, 2025 soll er fertig sein.
  • So sieht es aus, das fertige Wohnhaus für lesbische Frauen an der Berolinastraße. Der Bau ist genehmigt, 2025 soll er fertig sein.
  • Foto: Galandi Schirmer Architekten & Ingenieure GSAI
  • hochgeladen von Ulrike Kiefert

Am Rathaus Mitte entsteht Europas erstes Wohnhaus für lesbische und queere Frauen. Wie berichtet läuft die Planung schon länger. Nun haben RuT Wohnen und die WBM den Kooperationsvertrag unterschrieben.

Es soll ein Ort zum Wohnen und Altwerden sein. Aber auch für Kultur und Nachbarschaftshilfe. Für Frauen, von Frauen, mit Frauen. Das ist die Vision für das einzigartige Wohnhaus. Es entsteht in Kooperation mit dem Senat und der WBM direkt neben dem Rathaus Mitte an der Berolinastraße. „Es ist das europaweit erste Wohnhaus nur für lesbische und queere Frauen“, sagt Jutta Brambach, Geschäftsführerin der gemeinnützigen „RuT – Rad und Tat Berlin GmbH“. „Für das Grundstück und den Bau sorgt die WBM, und wir als RuT Wohnen übernehmen das Projektmanagement.“ Konkret sind in dem Frauenzentrum 72 Wohnungen geplant. Die Hälfte fördert die öffentliche Hand. Dazu soll es in dem Haus eine Wohngemeinschaft mit acht Plätzen, eine öffentliches Café, einen Tanzsaal, Veranstaltungssaal, Gemeinschafts- und Beratungsräume geben.

Der Achtgeschosser steht zwar noch nicht, aber WBM-Geschäftsführer Steffen Helbig und Jutta Brambach unterschrieben jetzt den Kooperationsvertrag. „Nach einem anspruchsvollen Planungs- und Genehmigungsprozess liegt nun die Baugenehmigung vor, und wir können an die Realisierung gehen“, informiert Helbig. Baustart soll im Mai 2023 sein, die Fertigstellung ist zwei Jahre später geplant. Der Entwurf stammt von „Galandi Schirmer Architekten & Ingenieure GSAI“. Größtes Hindernis war bisher die Finanzierung. So sind mindestens eine Million Euro bis 2024 nötig. Weshalb RuT zu Spenden aufgerufen hat. Von der Lotto-Stiftung gibt es einen Zuschuss.

Autor:

Ulrike Kiefert aus Mitte

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