"Wir testeten, testeten und testeten"
Senioren bekommen zum Dank Tablets geschenkt

Übergabe der Tablets: Sven Zschoch und Paul Lunow mit Günter Voß und Christa Starke (von links).
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  • Übergabe der Tablets: Sven Zschoch und Paul Lunow mit Günter Voß und Christa Starke (von links).
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In der Hochzeit von Corona waren die Senioren des Computerclubs auf der Fischerinsel nicht untätig. Für ein Start-up testeten sie ein neues Produkt für die Generation 65 Plus. Als Dankeschön bekamen sie von Nepos fünf Tablets geschenkt.

Die Computer sind schwarz, die Arbeitsplätze leer. Der beliebte Senioren Computer Club (SCC) auf der Fischerinsel ist immer noch in der Zwangspause. Doch kürzlich hatten Günter Voß und die anderen Senioren allen Grund, die Räume wieder aufzuschließen – wenn auch nur für eine Stunde. Gründer Paul Lunow und Sven Zschoch vom Tech-Start-up Nepos aus Mitte schauten vorbei, mit fünf Tablets im Gepäck. Die gab's als Dankeschön geschenkt, was die Senioren natürlich freute. Neue Technik kommt in einem Computerclub immer gut an. Erst recht, wenn sie den vermeintlich digital Abgehängten, also der Generation 65 Plus, die Vorzüge der digitalen Welt mit Spaß entdecken lässt. Genau das macht Neopos nämlich, Software für Tablets entwickeln, die auf die spezifischen Bedürfnisse älterer Menschen zugeschnitten ist. Damit sie unkompliziert im Netz E-Mails schreiben, Musik hören, Videos anschauen, Tickets buchen oder Geld überweisen können, nannte Sven Zschoch einige Beispiele.

Neuestes Produkt von Nepos ist die seniorengerechte Videotelefonie. „Und dafür brauchten wir Tester.“ Um Fehler zu finden, zu optimieren und weiterzuentwickeln. Und wer waren die Probanden? Na klar, die Senioren aus dem Computerclub. „Wir waren seit März also nicht untätig“, sagte Günter Voß. „Die Videokonferenz-Portale zu entdecken und datenschutzkonform einzusetzen, das war schon eine Herausforderung für uns. Wir haben Nepos bei der Entwicklung aufgeräumter Tablet-Oberflächen geholfen, indem wir testeten, testeten und nochmal testeten.“ Mit Erfolg, es hat funktioniert, das Produkt kann jetzt an seine Nutzer gehen. Für Günter Voß und die anderen Senioren ist das eine schöne Bestätigung ihrer Arbeit. Und die kann sich sehen lassen.

Erfahrungen sind gefragt

Ende 2008 im Kreativhaus an der Fischerinsel 10 gegründet, ist der Club seit Jahren Forschungspartner für Studenten und Wissenschaftler und in verschiedenen Gremien vernetzt. Seit 2019 ist der Computerclub Standort des „Digital Kompass“, ein Projekt von „Deutschland sicher im Netz" (DsiN). Vorher arbeiteten die Senioren fünf Jahre lang im „Beirat der Digitalen Nachbarschaft“ mit. Seit vier Jahren mischen sie im zivilgesellschaftlichen Beirat des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) mit. Ihre Erfahrungen aus der täglichen Basisarbeit sind immer gefragt, bei Studenten, Start-ups wie Nepos oder für eine EU-Studie zu smarter Kleidung. Mit der Evangelischen Schule Berlin Zentrum (ESBZ) entwickelten sie Online-Spiele für Senioren und mit Doktoranden der Forschungsgruppe „Design Research Lab“ der Universität der Künste einen digitalen Briefkasten für Leute, die keinen Computer und Internetanschluss haben. Und Günter Voß, der inzwischen 70 Jahre alt ist, wurde vor sechs Jahren stellvertretend für alle Mitstreiter im Senioren Computer Club als einer von Deutschlands führenden digitalen Köpfen geehrt.

Mittlerweile ist dem Senioren Computer Club der „Nachwuchs“ etwas ausgegangen. 35 Mitglieder hat der Club heute, vor einigen Jahren waren es noch fast 60. Wer sich also für den Club interessiert, schaut hier nach: www.scc-berlin-mitte.de.

Übergabe der Tablets: Sven Zschoch und Paul Lunow mit Günter Voß und Christa Starke (von links).
Fürs Foto liefen die Computer wieder heiß.
Autor:

Ulrike Kiefert aus Mitte

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