2. Bundesliga: Spreefüxxe holen wichtigen Sieg

Auch die Maskottchen der Handballerinnen, der Berliner Bär und der Reinickendorfer Fuchs, verdeutlichen: Die Spreefüxxe vertreten ganz Berlin.
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Charlottenburg. Die Handballerinnen der Füchse Berlin haben mit einem Offensiv-Feuerwerk die HSG Bensheim Auerbach mit 37:28 besiegt und damit den dritten Saisonsieg in der 2. Bundesliga eingefahren.

"Dieser Erfolg war für uns absolut richtungsweisend", freute sich Trainer Dietmar Rösicke kurz nach der Schlusssirene in der Sporthalle Charlottenburg. "Der Sieg, vor allem aber die Art und Weise wie er zustande gekommen ist, war für die Moral und das Selbstbewusstsein meiner Spielerinnen enorm wichtig." Durch diesen Erfolg kletterte der Aufsteiger mit 6:4 Punkten in der Tabelle vorerst auf Platz fünf. Die Füchse Berlin, von den Fans liebevoll Spreefüxxe genannt, gingen von der ersten Sekunde an gegen den Tabellenzweiten aus Südhessen konzentriert zu Werke. Vor den Augen von Diskus-Olympiasieger Robert Harting zeigten sich die Berlinerinnen vor allem in der Defensive stark verbessert. Torfrau Juliane Hedermann erwischte zudem einen guten Tag und parierte den einen oder anderen schwierigen Wurf. "Diese Partie hat gezeigt, dass wir uns langsam eingespielt haben und in dieser Liga angekommen sind", erläuterte Rösicke. Für die Partie gegen die HSG Bensheim Auerbach hatte der Coach auf die erkrankte Rückraumspielerin Sandra Woycieszack verzichten müssen. Außerdem konnte er auf die angeschlagene Anna Blödorn nur in der Schlussphase der Partie sporadisch zurückgreifen. Und doch waren die Spreefüxxe an diesem Tag stark genug, um einen guten Gegner zu schlagen. "Ich versuche meinen Mädels permanent einzutrichtern, dass der Fokus immer nur auf dem nächsten Spiel liegt und dass letztlich jeder Gegner in dieser Liga zu schlagen ist. Heute haben sie das verinnerlicht und eindrucksvoll umgesetzt."

Am Saisonziel ändert sich indes nichts: Für die Spreefüxxe zählt nur der Klassenerhalt. "Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir die notwendigen Punkte sammeln wie die Eichhörnchen. Doch wer meine Mannschaft heute gesehen hat, der weiß, dass das Potenzial dafür definitiv vorhanden ist."

Mit leuchtenden Augen stand Dietmar Rösicke noch Minuten nach Spielschluss in der Halle und blickte sich um: "Als ich im Sommer 2011 nach Berlin kam, wusste ich noch nicht, auf was ich mich einlasse. Heute muss ich sagen: diese Truppe, dieser Standort, diese Stadt - einfach großartig." Die Spreefüxxe sind mittlerweile bezirksübergreifend nicht nur ein richtiger Hauptstadtklub, sondern auch auf dem besten Weg, den Frauenhandball in Berlin wieder salonfähig zu machen. Rösicke abschließend: "Wir wollten innerhalb von zwei Jahren in die 2. Bundesliga aufsteigen. Das ist uns nun schon in einer einzigen Saison geglückt. Wenn wir alle, Verantwortliche und Fans, auf dem Boden bleiben, und mit dieser jungen Truppe und in diesem tollen Umfeld weiter hart und konzentriert arbeiten, dann spielen wir hier in drei oder vier Jahren vielleicht in der 1. Handball-Bundesliga."

Michael Nittel / min
Autor:

Michael Nittel aus Reinickendorf

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