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Schilling steigt aus
Silbernetz-Gründerin verlässt die Seniorenvertretung

Elke Schilling, Chefin der Seniorenvertretung Mitte, legt zum 30. Juni ihr Amt nieder. Grund sei die „stetig wachsende Arbeitsbelastung aus zwei Projekten“, teilte Schilling mit.

Sie ist auch Initiatorin und Projektleiterin des Hilfstelefons Silbernetz. Nach einer Probephase von Weihnachten bis Neujahr soll die Hilfsnummer ¿0800 470 80 90 im Herbst dauerhaft für Berlin freigeschaltet werden. Vereinsamte oder isolierte ältere Menschen können sieben Tage die Woche anrufen und ein Gespräch mit den geschulten Mitarbeitern führen.

Silbernetz, das Netz für vereinsamte oder isoliert lebende ältere Menschen, hat sein Vorbild in der britischen „Silver Line“ und wird vom Humanistischen Verband Deutschlands Berlin-Brandenburg (HVD) getragen. Der Silbernetz e.V., der im Sprengelhaus in der Sprengelstraße 15 arbeitet, hat ein dreistufiges Angebot für ältere einsame Menschen entwickelt. Nach dem Erstkontakt mit den Angestellten der Hotline können die Betroffenen an einen sogenannten Silbernetz-Freund vermittelt werden, wenn sie dies wünschen. Das sind geschulte Ehrenamtliche, die einmal in der Woche eine Stunde einen älteren vereinsamten Menschen anrufen und ihm Gesprächszeit schenken. Die Silbernetz-Freunde geben auch Tipps zu Kiezangeboten, um die Vereinsamten rauszuholen aus der Isolation. Der Aufbau der Silbernetz-Hotline „verlangt meine ganze Kraft“, begründet Elke Schilling ihren Rücktritt aus der Seniorenvertretung.

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