Senatorin setzt den letzten Poller
Erster geschützter Radfahrstreifen auf der Holzmarktstraße eingeweiht

Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos, für Grüne) hat am 8. November Berlins ersten geschützten Radfahrstreifen auf der Holzmarktstraße eingeweiht.

Der 3,50 Meter breite Radfahrstreifen wurde im Zuge der kompletten Neugestaltung der Holzmarktstraße angelegt. Er ist grün beschichtet und mit weiß-roten Pollern von der Autofahrbahn abgetrennt.

Die geschützten Radfahrstreifen sind ein Modellversuch und werden in Berlin fünf Jahre lang erprobt. Im Rahmen der Untersuchungen sollen verschiedene Schutzformen und Materialien getestet werden. Radfahrer werden nach ihren Erfahrungen befragt.

Bislang sind geschützte Radfahrstreifen in Deutschland weder in der Straßenverkehrsordnung noch in den bundesweiten Regelwerken als Standardlösung verankert. „Unser Ziel ist mehr Sicherheit für Radfahrer durch farblich hervorgehobene, breite und abgetrennte Fahrradwege“, sagt Regine Günther. Die Poller sollen auch das Zuparken von Radwegen verhindern. Die geschützten Radfahrstreifen gehören zum Ausbau der im Mobilitätsgesetz festgelegten Fahrradinfrastruktur.

An welchen Straßen geschützte Radfahrstreifen gebaut werden können, ist auch eine Platzfrage. Die grünen Streifen sind mindestens zwei Meter breit; hinzu kommt eine schraffierte Fläche mit Pollern, die im Regelfall einen Meter breit sein soll.

Weitere acht geschützte Radfahrstreifen sind in Planung oder bereits im Bau. Auf der Karl-Marx-Allee werden seit Juni 2018 zwischen Alexanderplatz und Strausberger Platz die Fahrbahnen und Gehwege erneuert. Auch dort entstehen beidseitig geschützte grüne Radfahrstreifen. 2019 soll auch die Frankfurter Allee in Friedrichshain solche Radstreifen bekommen. Auf der Amrumer Straße in Wedding werden ebenfalls Poller aufgestellt und grüne Radfahrstreifen markiert.

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