Polizei, Präventionsrat und Bürger debattieren über Sicherheit im Kleinen Tiergarten

Moabit. „Meiner Tochter wurde auf dem Nachhauseweg durch den Park die Handtasche entrissen. Ein anderes Mal wurde sie von zwei Männern bis zur Haustür verfolgt“, so ein Veranstaltungsteilnehmer.

Anwohner des gerade umgestalteten Kleinen Tiergartens fühlen sich nicht sicher in dem Stück Grün zwischen Turmstraße und der Straße Alt-Moabit. Vor allem geht die Angst um im Gebiet zwischen Heilandskirche und Stromstraße. „Es entwickelt sich nicht gut“, hat auch Karl Bösel, Präventionsbeauftragter des Polizeiabschnitts 33, festgestellt. Die Beobachtungen des Polizeioberkommissars haben Thorsten Haas, Leiter des bezirklichen Präventionsrats, veranlasst, die Bevölkerung über die Sicherheitslage im Park zu informieren.

Seit Herbst vergangenen Jahres hätten die „Fallzahlen“ von Drogenkriminalität und Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz im Kleinen Tiergarten auffällig zugenommen, bestätigte Karsten Gräfe, Leiter des Polizeiabschnitts 33, in der Veranstaltung am 3. Juni im Rathaus Tiergarten. Die Polizei habe ein Konzept mit dem Ziel erarbeitet, „den Park für alle zurückzugewinnen“, so der Polizeidirektor.

Es bestand in mehr Streifengängen und rund 45 Einsätzen zwischen Februar und April. „Einmal mit dem Funkwagen durchgewischt und dann ist alles schicki“, das reiche nicht aus, sagte Polizeioberkommissar Bösel. Um die etablierte Drogenszene zu vertreiben, bedürfe es eines langen Atems und der Mithilfe der Bevölkerung. Das Stichwort laute: mehr Sozialkontrolle.

An Ideen und Vorschlägen mangelte es auf Seiten der Bürger nicht: eine bessere Beleuchtung, mehr Sitzbänke, mehr Polizei und Überwachungskameras, eine dauerhafte Straßensozialarbeit, eine „Nachbarschaftshütte“ vergleichbar der am "Kotti". Gefordert wurde, überall für Kinder das Ballspielen zu erlauben und den Bereich östlich der Heilandskirche zum „Multi-Funktions-Park“ umzuwidmen: für Wochenmärkte und nichtkommerzielle Feste. Auch über „Sinn und Zweck des gelben Containers“ für die Trinkerszene wollen die Bürger debattieren. Kontakt zum Präventionsbeauftragten kann man per E-Mail karl.boesel@polizei.berlin.de aufnehmen. KEN

Autor:

Karen Noetzel aus Schöneberg

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