Neuer Zugang zur Spree kommt
Gut eine Milliarde Euro wird für das Großprojekt Behrens-Ufer investiert

So könnte einmal der Uferweg aussehen.
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Schöneweide dürfte in den kommenden Jahren an Attraktivität gewinnen. Grund ist das Großprojekt Behrens-Ufer der Deutsche Immobilien Entwicklungs AG (DIEAG) mit einem Investitionsvolumen von 1,1 Milliarden Euro.

Für das 100.000 Quadratmeter große ehemalige Industriegelände verfolgt das Unternehmen ehrgeizige Pläne. Diese sehen vor, das Behrens-Ufer zu einer „Top-Adresse für Büro, Gewerbe und Freizeit“ zu machen, inklusive Arbeitsplätze für rund 10.000 Beschäftigte. Anwohner dürfen sich über einen öffentlich zugänglichen Gehweg am Spreeufer freuen. Nach Auskunft der DIEAG wird der vor mehr als 100 Jahren von AEG-Urgestein Walter Rathenau beauftragte und vom Architekten Peter Behrens ausgeführte Behrensbau mit seinem markanten Turm als Wahrzeichen an der Ostendstraße erhalten bleiben.

Ab 1917 wurden dort vom ehemaligen Elektrokonzern die ersten Elektrofahrzeuge entwickelt und gebaut. Zu DDR-Zeiten entstanden dort weitere Gebäude, beispielsweise als Produktionsstätten für Fernsehröhren. Nach der Wende nutzte das südkoreanische Unternehmen Samsung das Gelände zur Produktion von Fernsehgeräten. Seit 2005 jedoch herrscht teilweise Leerstand auf dem Areal, das als Industriemuseum dient sowie Einrichtungen der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) beherbergt.

Künstliche Intelligenz und Industrie 4.0

„Die in Oberschöneweide vorgefundene Mischung aus Forschung, Lehre, Innovationskraft und Gründergeist bietet beste Voraussetzungen für einen Wirtschaftsstandort mit enormem Zukunftspotenzial“, teilt die DIEAG mit. In Zukunft sollen Arbeitskräfte dort Themen wie Künstliche Intelligenz, Elektromobilität, Internet der Dinge und Industrie 4.0 voranbringen. Hinzu kommen Gastronomie, Kultur, Einzelhandel, Kitaflächen sowie der neue Uferweg an der Spree, wofür die derzeit noch komplett bodenversiegelte Fläche aufgebrochen werden muss.

Wie ein Sprecher erklärte, würde die DIEAG gern noch in diesem Jahr mit der denkmalgerechten Sanierung des Behrensbaus beginnen. Nach aktuellem Stand könnte das Vorhaben 2026 abgeschlossen sein. Baustadtrat Rainer Hölmer (SPD) freut sich, dass der Bezirk nun einen Partner in der Entwicklung des Areals hat, der dessen Bedeutung zu schätzen wisse. „Gegenwärtig befindet sich das Bezirksamt mit dem Vorhabenträger noch in der Abstimmung des Bebauungs- und Nutzungskonzepts“, sagte er auf Nachfrage.

Autor:

Philipp Hartmann aus Köpenick

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