Fauna aus Wüste und Steppe
Haus Natur und Umwelt hat jetzt eine zehn Meter lange Terrarienwand

Tierpflegerin Aylin Knaebel vom Haus Natur und Umwelt mit einem Leopardgecko.
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  • Tierpflegerin Aylin Knaebel vom Haus Natur und Umwelt mit einem Leopardgecko.
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Wo können Sie Wüste, Regenwald, Steppe und heimische Wälder mit wenigen Schritten an einm Ort erleben? Ab sofort im Haus Natur und Umwelt in der Wuhlheide. Dort steht eine funkelnagelneue Terrarienwand.

Die zehn Meter lange Wand mit elf Terrarien war Anfang April aufgebaut worden. Inzwischen haben sich die Tiere von der Kornnatter bis zur Vogelspinne eingelebt. „Wir können hier eine Vielfalt von Lebensräumen präsentieren. Von der Wüste über die Steppe bis zu heimischen Wäldern“, erklärt Zootierpflegerin Aylin Knaebel. Ebenso vielfältig wie die Lebensräume sind die Tiere. Zu sehen sind blaue Stachelleguane, Perleidechsen, Frösche, Unken und Geckos, Spinnen, Käfer und Kornnattern. Beim Fototermin müssen die Kornnattern im Terrarium bleiben. Aber nicht, weil das Leben des Berline-Woche-Reporters durch die – ohnehin ungiftigen – Schlangen in Gefahr wäre. „Die Nattern haben aber gerade ihre wöchentliche Maus verspeist. Sie könnten sich erschrecken und das Futter wieder auswürgen“, erklärt Aylin Knaebel.

Die Mitarbeiterin der Union sozialer Einrichtungen, die das Haus Natur und Umwelt seit 2005 betreibt, hat mit ihren Kollegen in der Pflege der Terrarienbewohner ordentlich zu tun. Während die Mäuse für die Schlangen aus eigener Aufzucht kommen, müssen Grillen, Heuschrecken und Heimchen für Eidechse und Co. im Futterhandel gekauft werden. Demnächst ist noch Zuwachs geplant. Ein Scheltopusik, eine Panzerschleiche, ist leider mit rund 50 Jahren vor Kurzem gestorben. Er gehörte zum Inventar des 1955 als Teil des Pionierparks gegründeten Hauses Natur und Umwelt. „Wir wollen unter anderem noch Feuersalamander und Blauzungenskinks anschaffen. Das sind einfach zu haltende Echsen, die auch handzahm werden“, verrät Aylin Knaebel.

Denn bei Führungen können Kita- und Schulgruppen und Privatbesucher fast alle Tiere nicht nur bestaunen, sondern auch anfassen. Nur Schlangen und Vogelspinne sind tabu.

Im Haus Natur und Umwelt wird der Kontakt zu Tieren ohnhin ganz groß geschrieben. Im Streichelzoo gibt es Schafe, Ziegen und Kaninchen, außerdem Pferde und ein Gehege mit Damwild und Davidshirschen. Neben Führungen können auch Geburtstagspartys für Kinder einschließlich Kremserfahrt gebucht werden.

Geöffnet ist das Haus Natur und Umwelt, An der Wuhlhlheide 169, immer Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Achtung – es befindet sich nicht an der adressgebenden Straße, sondern von dort rund 500 Meter entfernt mitten im FEZ-Gelände in der Wuhlheide. Auskünfte und Reservierungen unter Telefon 535 19 86. Weitere Informationen unter www.hnu-berlin.de.

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