Die Bösen Wölfe am Deutsch-Französischen Gymnasium berichten über ihre Welt

Die Bösen Wölfe Chloé, Emmanuelle und Leopold nach der Verleihung des Deutschen Engagementpreises 2015 im Deutschen Theater Berlin.
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  • Die Bösen Wölfe Chloé, Emmanuelle und Leopold nach der Verleihung des Deutschen Engagementpreises 2015 im Deutschen Theater Berlin.
  • Foto: Marc Darchinger
  • hochgeladen von Klaus Teßmann

Berlin. Die Bösen Wölfe aus Schöneberg sind gar nicht so böse, wie der Name vermuten lässt. Es sind vielmehr junge Reporter, die mit Mikrofon und Kamera ihre Welt einfangen.

Dabei haben sie keine Angst vor großen Tiere. Sie wagen sich auch an Minister, Botschafter, Politiker und berühmte Schauspieler ran. Sie haben sie Menschen in Frankreich und in Deutschland interviewt. Zu ihren Interviewpartnern gehörten der ehemalige Bundeskanzler Helmut Schmidt und die Botschafter aus Frankreich und Deutschland im jeweiligen Partnerland.

Seit 15 Jahren gibt es die Bösen Wölfe an der Europaschule, die heute das Deutsch-Französische Gymnasium ist. So gehören die beiden Sprachen Französisch und Deutsch zu den Interviewsprachen. Seit einigen Monaten ist auch noch Polnisch dazu gekommen.

Jüngstes Mitglied der Bösen Wölfe ist die 11-jährige Natalia aus der 6. Klasse. „Wir wollen zeigen, dass man keine Angst vor der anderen Sprache oder anderen Menschen haben muss.“ Natalia ist seit einem Jahr bei den Bösen Wölfen. Sie will auf alle Fälle weiter mitarbeiten, „weil es Spaß macht“.

David gehört zu den älteren Wölfen, die von Anfang an dabei sind. Heute ist der 21-jährige Student der Politikwissenschaften in Paris und arbeitet als Auslandskorrespondent für die Wölfe. „Wir waren damals Kinder und sind mit der Aktion mitgewachsen“, sagt David.

Immer, wenn er in Berlin ist, trifft er sich noch mit den anderen Wölfen in der Redaktion und gibt seine Erfahrungen weiter. „Wir wollten kreativ sein, wollten etwas machen, was es noch nicht gab“, sagt Projektleiterin Christiane Baumann. Die Bösen Wölfe wollen zeigen, dass sie so wie die Erwachsenen als Journalisten arbeiten können.

Das französische Kinderlied „Wer fürchtet sich vor dem bösen Wolf“ stand am Anfang des Projektes. Die Schüler gingen der Frage nach, ob man sich vor der fremden Welt, dem fremden Land oder den fremden Menschen fürchten muss.

Auch komplizierte Themen

Sie wenden sich immer besonderen Thema zu. Dazu gehören beispielsweise „Ehrenamtliches Engagement“, die moderne Technik oder politische Themen wie der Fall der Berliner Mauer. Ihre Interviews veröffentlichen sie auf ihrer eigenen Webseite. „Wir haben einen Trend gesetzt“, sagte die Projektleiterin voller Stolz. „Wir haben gezeigt und zeigen es noch, dass Kinder und Jugendliche in der Lage sind, sich auch mit komplizierten Themen zu befassen.“

Für ihre Arbeit haben die Bösen Wölfe schon viele Preise bekommen. Dazu gehört der deutsch-französische Journalistenpreis und im Dezember 2015 der Deutsche Engagementpreis in der Kategorie „Grenzen überwinden“. Die Redaktion trifft sich ein Mal in der Woche, um gemeinsam Themen vorzubereiten. KT

Mehr Informationen gibt es im Internet auf www.boeser-wolf.schule.de.
Die Bösen Wölfe Chloé, Emmanuelle und Leopold nach der Verleihung des Deutschen Engagementpreises 2015 im Deutschen Theater Berlin.
Die Redaktion der Bösen Wölfe nach der Verleihung des Deutschen Engagementpreises 2015 im Deutschen Theater Berlin. Foto: Grand méchant loup
Autor:

Klaus Teßmann aus Prenzlauer Berg

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