Gewerbegebiet sichern
Storkower Straße: Wohnungsbau soll mit Bebauungsplan verhindert werden

Das Gewerbegebiet entlang der Storkower Straße ist das größte im Ortsteil. Das Bezirksamt möchte seine derzeitige Nutzung nun mit zwei Bebauungsplänen absichern.

Das Gewerbegebiet befindet sich zwischen Kniprodestraße und Landsberger Allee links und rechts der Storkower Straße. Entstanden ist es in den 70er-Jahren. Hier hatten unter anderem der Berliner Modellbauer TT-Bahnen seinen Sitz oder der Militärverlag der NVA. Nach 1990 siedelten sich hier kleinere und größere Unternehmen an. Heute haben in diesem Gebiet auch Behörden, wie das Finanzamt für Pankow, die Agentur für Arbeit und das Job-Center ihren Sitz.

Neben dem Gewerbe gibt es allerdings auch Gebäude, in denen Flüchtlinge sowie Obdachlose eine vorübergehende Unterkunft finden. Und auch ein Arbeiterwohnheim gibt es in diesem Gebiet. Inzwischen sind dem Bezirksamt Bestrebungen von Grundstückseigentümern bekannt geworden, in diesem Gewerbegebiet Wohnungen zu bauen, berichtet der Gruppenleiter verbindliche Bauleitplanung im Stadtplanungsamt, Dr. Gerald Leue, in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung der BVV.

Deshalb wird das Bezirksamt zum einen für das Gebiet zwischen Storkower Straße und Ringbahntrasse (Hausnummern 122 bis 156) einen Bebauungsplan aufstellen, mit dem diese Grundstücke als Gewerbeflächen dauerhaft gesichert und als solche genutzt werden können. „Mit diesem Gewerbesicherungsplan wollen wir ein Vordringen von Wohnungsbau ins Gewerbegebiet verhindern“, so Gerald Leue. Solch ein Vordringen würde aller Wahrscheinlichkeit zu Konflikten zwischen Wohnen und Gewerbe führen. Für den östlichen Bereich an der Storkower Straße gibt es bereits einen Bebauungsplan, mit dem das dortige Gewerbe gesichert ist. Er soll um einige Flurstücke erweitert werden, auf denen sich bereits Gewerbe befindet, um diese ebenfalls als Gewerbestandort zu sichern.

Das Problem in Prenzlauer Berg ist, dass überall, wo es noch möglich ist, neue Wohnhäuser gebaut werden. Aber Flächen für Gewerbe sind inzwischen sehr rar. Damit weiterhin auch innenstadt- und wohnortnah gewerbliche Betriebe Platz finden, werden bestehende Gewerbeflächen nun mittels Bebauungsplan gesichert.

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