Auguste-Viktoria-Klinikum investiert in modernen Neubau

Rolf Syben (links) informiert den CDU-Fraktionsvorsitzenden im Abgeordnetenhaus, Florian Graf (rechts), und den Tempelhof-Schöneberger Wahlkreiskandidaten Daniel Dittmar (CDU) über Nöte und Pläne des Krankenhauses.
2Bilder
  • Rolf Syben (links) informiert den CDU-Fraktionsvorsitzenden im Abgeordnetenhaus, Florian Graf (rechts), und den Tempelhof-Schöneberger Wahlkreiskandidaten Daniel Dittmar (CDU) über Nöte und Pläne des Krankenhauses.
  • Foto: KEN
  • hochgeladen von Karen Noetzel

Schöneberg. Das Auguste-Viktoria-Klinikum ging seit seiner Gründung vor über 100 Jahren stets mit der Zeit: medizinisch und was die Belange der Patienten betrifft. Mit der „wachsenden Stadt“ sieht sich die Einrichtung des Vivantes-Konzerns neuen Herausforderungen gegenüber.

Das 1906 eröffnete Krankenhaus – benannt nach der letzten deutschen Kaiserin und preußischen Königin – sei „hochtourige Medizin in einer mittelmäßigen Liegenschaft“, fasst es Rolf Syben zusammen. Der geschäftsführende Direktor des akademischen Lehrkrankenhauses der Charité mit 639 Betten, rund 200 Ärzten und 350 Pflegekräften kann ein Superlativ nach dem anderen benennen: zwölf hochspezialisierte medizinische Fachabteilungen, das führende Zentrum für Laserbehandlungen der Prostata europa-, wenn nicht weltweit; wegweisend mit der immunologischen Tagesklinik für HIV- und Aidspatienten. Dann die urologische Fachabteilung, berlinweit die größte. Die neueste Errungenschaft: Seit diesem Jahr werden in der Chirurgie Roboter als Assistenten eingesetzt.

Das Krankenhaus aber hat ein Logistikproblem. Unter anderem sind die OP-Säle über verschiedene Gebäude verteilt. Die Patientenzimmer sind längst nicht mehr zeitgemäß. Die Rettungsstelle platzt mit gleichzeitig bis zu 40 Fällen, die liegend angeliefert werden, aus allen Nähten. „Da ist richtig Stimmung“, sagt der Pflegeleiter der Rettungsstelle, Andreas Laurisch.

Zum Glück, so Rolf Syben, habe das AVK auf seinem Gelände viele Freiflächen, die Gebäude stünden mit Ausnahme eines Gartenhauses nicht unter Denkmalschutz. Das Krankenhaus kann also bauen, was noch in diesem Jahr geschieht.

Am 22. Juli ist Spatenstich für den ersten von zwei Bauabschnitten eines neuen Erweiterungsbaus am Grazer Damm. Geplant sind bis 2030 zwei Neubauten auf einem Areal von rund einem Hektar Größe. Das erste Gebäude, das Vivantes in Angriff nimmt, wird 100 Millionen Euro kosten. 60 Millionen sind Eigenmittel, zehn Millionen werden über das Berliner Investitionsprogramm SIWA (Sondervermögen Infrastruktur der Wachsenden Stadt) investiert.

Der Neubau wird Ersatzbau für die Radiologie, die OP-Säle, die Rettungsstelle und die Intensivstation. Er ist der neue Zugang zum Klinik-Gelände. Im dritten Geschoss entstehen zwei Stationen mit jeweils 46 Betten. Zunächst wird mit dem Bau eines Zentrums für die technische Infrastruktur begonnen, bevor im Sommer 2017 die eigentlichen Bauarbeiten beginnen. „Der Senat muss noch dem Bebauungsplan und der Finanzierung zustimmen“, erläutert Syben. Der Großteil der alten Gebäude wird abgerissen, weil sie unschön und unwirtschaftlich sind. Im März 2020 soll der erste Bauabschnitt vollendet sein, drei Jahre später der zweite.

Geplant sind noch drei weitere Bauabschnitte für einen zweiten Neubaukomplex. Das ist aber noch weitgehend Zukunftsmusik. Weitere 150 Millionen Euro müssten in das Auguste-Viktoria-Krankenhaus investiert werden. Mit den üblichen Pauschalzuweisungen des Landes Berlin sei das aber nicht zu stemmen, sagt Rolf Syben. KEN

Rolf Syben (links) informiert den CDU-Fraktionsvorsitzenden im Abgeordnetenhaus, Florian Graf (rechts), und den Tempelhof-Schöneberger Wahlkreiskandidaten Daniel Dittmar (CDU) über Nöte und Pläne des Krankenhauses.
Die Neubaupläne des Auguste-Viktoria-Krankenhauses.
Autor:

Karen Noetzel aus Schöneberg

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

18 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Beitragsempfehlungen

WirtschaftAnzeige
Studentische Umzugshelfer Berlin sind der richtige Ansprechpartner für Ihren Umzug.
4 Bilder

So geht Umzug
Studentische Umzugshelfer Berlin

Ein Umzug ist immer mit viel Arbeit verbunden. Es ist daher zumeist von Vorteil, wenn Sie sich tatkräftige Unterstützung für Ihren geplanten Umzug in Berlin holen. Studentische Umzugshelfer sind erfahren und bieten günstige Preise. Die Umzugshilfe Ihrer Wahl kann Ihnen nicht nur beim Umziehen, sondern auch beim Einpacken, Auspacken und Anschließen von Geräten helfen. Schauen Sie, was Ihnen eine erfahrene Umzugsfirma alles bieten kann. Auf uns ist VerlassPlanen Sie einen Umzug in oder...

  • Charlottenburg-Wilmersdorf
  • 16.05.22
  • 21× gelesen
WirtschaftAnzeige
Ugur Yaman - Der Gründer und Experte von Optic Hair
4 Bilder

Optic Hair beherrscht sein Handwerk
Mit einer Haarpigmentierung in Berlin bei Optic Hair erreichen Sie einen natürlich aussehenden Stoppel-Effekt auf Ihrer Kopfhaut

Eine Haarpigmentierung Berlin ist der sanfteste Weg zu vollem Haar. Ganz ohne Skalpell und Narben füllt sich das Haarkleid wieder auf. Verständlich, dass viele Alopezie-Patienten die sanfte Behandlung als Gamechanger sehen. Endlich können sie sich auch ohne Transplantation wieder frisch, jung und selbstbewusst fühlen – ganz ohne horrende Haarpigmentierung Kosten. Haarpigmentierung bei Optic Hair – lichtem Haar keine ChanceLichte Stellen im Haarkleid sind eine psychische Belastung, der sich...

  • Bezirk Mitte
  • 16.05.22
  • 29× gelesen
Gesundheit und MedizinAnzeige
In einem Notfall muss alles ganz schnell gehen.

Caritas-Klinik Dominikus Berlin-Reinickendorf
Aus dem Alltag einer Notärztin

Bei einem Notfall sind die ersten Minuten entscheidend. In Sekundenschnelle muss der Notarzt Entscheidungen treffen und lebensrettende Maßnahmen einleiten. Oft kann er in letzter Minute helfen, doch manchmal gelingt es auch nicht. Nerven wie DrahtseileBei aller Hektik braucht es Nerven wie Drahtseile, um ruhig und konzentriert zu bleiben. Im letzten Jahrzehnt hat sich die Notfallmedizin zu einer eigenen, hochspezialisierten Fachrichtung weiterentwickelt – immer mit dem Ziel zu helfen, weil jede...

  • Bezirk Reinickendorf
  • 11.05.22
  • 94× gelesen
Gesundheit und MedizinAnzeige
Dr. Michael Pieschka
3 Bilder

Caritas.EndoskopieZentrum.Berlin
Warum eine Darmspiegelung Leben retten kann

Die Experten des Caritas.EndoskopieZentrum.Berlin geben Antworten rund um das Thema Darmspiegelung und Darmkrebsvorsorge. Gemeinsam leiten Dr. Michael Pieschka und Dr. Christian Breitkreutz das Endoskopiezentrum der Caritas Gesundheit an den Standorten in Reinickendorf und Pankow. Warum ist Darmkrebsvorsorge sinnvoll? Dr. Pieschka: Darmkrebs ist ein „stiller“ Krebs – wenn man ihn bemerkt, ist es fast immer zu spät. Deshalb ist Vorsorge so wichtig. Über 90 Prozent der bösartigen...

  • Pankow
  • 09.05.22
  • 113× gelesen
Gesundheit und MedizinAnzeige
Die fortschreitende Digitalisierung erleichtert unser Leben immer mehr. Kein Wunder also, dass auch die Telemedizin immer mehr Befürworter verzeichnet.

Für Ärzte und Patienten
10 Vorteile von Telemedizin

Die fortschreitende Digitalisierung erleichtert unser Leben immer mehr – egal ob es um Bankangelegenheiten, Behördengänge oder die Inanspruchnahme von Lieferdiensten geht. Kein Wunder also, dass auch die Telemedizin immer mehr Befürworter verzeichnet (Quelle: ntv.de). Gerade in Zeiten von Pandemien wird besonders deutlich, wie wichtig die Telemedizin ist – und was sie alles leisten kann. Doch wo genau liegen ihre Vorteile? In diesem Artikel werden wir die Vorzüge der Telemedizin genauer unter...

  • Bezirk Mitte
  • 07.04.22
  • 369× gelesen
WirtschaftAnzeige
Wir beraten Sie gern und heben uns daher ab, Ihre Individualität auch auf dem letzten Weg zu wahren.
3 Bilder

Wir sind für Sie da
Für einen Abschied nach Ihren Vorstellungen

„Die Beerdigung soll ganz einfach sein - auf der grüne Wiese, anonym. Keiner, soll sich um eine Grabpflege kümmern und es soll günstig sein.“ Diesen oder ähnliche Sätze hören wir öfter von unseren Kunden. Wir, Theodor Poeschke Bestattungen, führen nicht nur aus, sondern beraten Sie umfangreich über die neuen, pflegefreien und oft deutlich günstigeren alternativen Bestattungsmöglichkeiten. So sparen Sie leicht 500 bis 600 Euro. Wir sind für Sie da, damit Sie auf Ihre Art Abschied nehmen können....

  • Bezirk Spandau
  • 04.05.22
  • 154× gelesen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.