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Bezirksamt setzt künftig Einschulungsbereichsrechner ein

Tempelhof-Schöneberg. Nichts lässt oftmals die Emotionen von Eltern so hochkochen wie die Wahl der Schule für ihre Kinder.

„Viele sehen die Wahl der richtigen Grundschule als entscheidenden Grundstein für die spätere Entwicklung und Laufbahn ihres Kindes an“, sagt etwa Ferdinand Schwarz, Rechtsanwalt in Berlin.

Aber über die Grundschule entscheidet die Schulbehörde am Ort in Absprache mit den zuständigen Schuldirektoren und nicht die Familie des Kindes. Ein Kind geht in die Grundschule, die in seinem Einzugsbereich liegt. Sind mehrere Bereiche vorhanden, bestimmt die Schulbehörde, welche Schule zuständig ist. Zwar sind bei einem Entscheid, der dem Elternwillen entgegenläuft, Widerspruch und Klage möglich, aber ein Rechtsverfahren ist langwierig und aufreibend.

„Zahlreiche Vorgaben, Kriterien und Einschränkungen rechtlicher Art müssen mit den Wünschen von Eltern und Kindern in Einklang gebracht und jedes Jahr neu abgewogen werden“, erklärt Oliver Schworck (SPD), Tempelhof-Schönebergs Stadtrat für Jugend, Umwelt, Gesundheit, Schule und Sport. Vielen Eltern erscheine das intransparent.

Der Stadtrat beschreitet daher einen neuen Weg, um für Eltern den Prozess der Schulplatzvergabe nachvollziehbar zu machen. Am 16. Juni hat er gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden der Technologiestiftung Berlin, Nicolas Zimmer, einen neuen „Einschulungsbereichsrechner“ vorgestellt.

Das Bezirksamt setzt in Zukunft ein digitales Programm ein, das eine kartenbasierte Vergabeplanung ermöglicht. Die Schulplatzvergabe 2.0 wurde von der Technologiestiftung gemeinsam mit IT-Partnern auf der Grundlage von offenen, frei verfügbaren Daten entwickelt. KEN

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