Erst einmal Konzepte
Bei den Bäumen an der Urania will das Bezirksamt nicht vorschnell handeln

Um sie geht es: die Großskulptur Arc de 124,5° des französischen Bildhauers Bernar Venet.
  • Um sie geht es: die Großskulptur Arc de 124,5° des französischen Bildhauers Bernar Venet.
  • Foto: KEN
  • hochgeladen von Karen Noetzel

Vor einem Jahr schlugen die Wellen hoch: SPD, CDU und FDP setzten ihren BVV-Antrag durch, für eine „angemessene Präsentation“ der Skulptur „Arc de 124,5°“ vor der Urania zweimal vier Bäumen entlang beider Seiten des Kunstwerks zu fällen. Die Bäume stehen bis heute.

Christiane Heiß (Grüne), für Straßen und Grünflächen im Bezirk zuständige Stadträtin, hat die Meinung verschiedener Experten und Gremien eingeholt. So meint Stadtbaudirektorin Regula Lüscher, das Kunstwerk des Franzosen Bernar Venet werde nur im hinteren Teil durch die Bäume verdeckt. Lüschers Kompromissvorschlag: sie weitgehend erhalten.

Berlins Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Regine Günther von den Grünen sagt: Hände weg von den Bäumen „bis zur Klärung der übergreifenden Fragen“. Günther will den Stadtraum rund um die Urania grundsätzlich neu ordnen – und die beanstandeten Bäume erhalten. Die Senatorin stellt sich dazu einen Gestaltungswettbewerb vor.

Und ein breites Bündnis von engagierten Bürgern und Umweltverbänden lehnt die pauschale Fällung ab. Die Bäume seien raumbildend und erfüllten eine sozial-ökologische Funktion.

Stadträtin Christiane Heiß hat zudem den bezirklichen Beratungsausschuss Kunst (BAK) in dieser Sache befragt. Der Ausschuss schlägt vor, eine landschaftsarchitektonische Raumstudie in Auftrag zu geben, um verschiedene Möglichkeiten zu erörtern, wie das Kunstwerk in Zukunft besser zu präsentieren sei. Der Künstler Bernar Venet soll hieran möglichst beteiligt werden. Venet ließ über seinen deutschen Galeristen wissen, er wolle sich überhaupt erst engagieren, wenn die Bäume verschwunden seien.

Wie geht Stadträtin Christiane Heiß nun weiter vor? Zunächst will sie die Erarbeitung eines Gestaltungskonzepts mit mehreren Varianten in Auftrag geben. Auf dessen Grundlage wären dann in einer landschaftsarchitektonischen Untersuchung die Ursprungssituation von 1987, dem Jahr der Aufstellung der Großskulptur, zu rekonstruieren und der heutige Baumbestand zu begutachten.

Danach will Heiß ein Pflegekonzept vorlegen, das unter Umständen eine Beleuchtung des Bogens beinhaltet. Die Bezirksverordneten werden eingebunden sein. Die Finanzierung der Pflege ist unklar.

Autor:

Karen Noetzel aus Schöneberg

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