Jobcenter will Projekt des Drogennotdiensts nicht länger finanzieren

Seit mehr als zehn Jahren reinigen sie Plätze, kleine Parks und Spielplätze im Schöneberger Norden. Doch das Jobcenter will „die Werkstatt“ des Notdiensts für Suchtmittelgefährdete und -abhängige Berlin nicht verlängern.

Dass dem Garanten für saubere, weitgehend von Spritzbestecken und anderen Drogenutensilien gereinigte Parks und Plätze, das Aus droht, hat in der Bezirkspolitik zuallererst die Grünen auf den Plan gerufen.

„Die Werkstatt gegen Drogensucht muss weitermachen“, sagt die Fraktion in der BVV und ruft das Bezirksamt dazu auf, sich beim Jobcenter, der Arbeitsagentur und anderen verantwortlichen Stellen für eine Fortsetzung des Projekts einzusetzen.

Zweimal in der Woche ziehen die Mitarbeiter der „Werkstatt“ in der Nollendorfstraße los. Die ehemaligen Drogenabhängigen und Langzeitarbeitslosen, die als Ein-Euro-Jobber beschäftigt werden, säubern Straßen und Plätze in der Umgebung und entsorgen ordentlich den Abfall.

Die „Werkstatt“ führe ihre Beschäftigten nicht nur in einen geregelten Arbeitsalltag zurück, heißt es in der grünen Fraktionsspitze. Sie leiste auch im Interesse aller Anwohner einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit im Schöneberger Norden.

Der Verordnete Bertram von Boxberg befürchtet sogar, dass „wir über kurz oder lang nicht nicht nur auf unseren Spielplätzen wieder Zustände haben werden, die niemand will. Bei einem so wichtigen Projekt, von dem ein ganzer Stadtteil profitiert, müssen sich Mittel und Wege einer langfristigen gesicherten Finanzierung finden lassen."

Der grüne Antrag wurde in den Gesundheitsausschuss überwiesen. Die Verordneten werden sich im neuen Jahr zunächst dort mit der Zukunft der „Werkstatt“ befassen.

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