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Schnucken im Schnee: Spandau und Faßberg präsentieren Winterschnuckenwette

Stehen die Heidschnucken bald im Schnee? Frank Bröhl und Helmut Kleebank (rechts) bei der Taufe.
Stehen die Heidschnucken bald im Schnee? Frank Bröhl und Helmut Kleebank (rechts) bei der Taufe. (Foto: Ulrike Kiefert)

Spandau. Die Freundschaft zwischen Spandau und dem niedersächsischen Faßberg ist so alt wie die Berliner Luftbrücke. Weil die Vergangenheit ohne Zukunft aber nicht denkbar ist, wird nun auch vorausgedacht. Ob der Winter wohl Schnee bringt?

Top, die Wette gilt: Die beiden Bürgermeister von Spandau und Faßberg, Helmut Kleebank und Frank Bröhl, wollen die in der Faßberger Region liebgewonnene Tradition der Winterschnuckenwette künftig gemeinsam präsentieren.

Beim Treffen Anfang September auf dem Gatower Flugplatzfest sagten die Bürgermeister das Wetter für Sonntag, 18. Februar, für ihre jeweiligen Weidegebiete vorher. „In Faßberg-Niederohe sind die Weidegebiete schneefrei, unsere Schafe auf dem Hahneberg aber stehen im Schnee“, prognostizierte Kleebank. Bröhl hielt dagegen: „Umgekehrt wird es sein. Die Heidschnucken Hermann und Heidi auf dem Spandauer Hahneberg haben schneefrei, und in Faßberg-Niederohe stehen die Schnucken im Schnee.“ Damit die Aktion für Wettbegeisterte in beiden Städten auch greifbar wird, werden ab Dezember Wettlose auch in Spandau verkauft. Am 18. Februar gibt es eine Videoschaltung. Jurys an beiden Orten werden die Wettersituation beurteilen und die Gewinner ermitteln. Gewerbetreibende stiften die Preise. Die Erlöse aus dem Losverkauf sollen in eine Schulfreundschaft fließen. Ziel ist eine Partnerschaft zwischen dem Hans-Carossa-Gymnasium und Schulen aus dem Kulturraum Oberes Örtzetal in Vorbereitung des 70. Luftbrückenjubiläums im Jahr 2019. Dann sind unter anderem gegenseitige Besuche von Schülern geplant und gemeinsame virtuelle Projektplattformen.

Von der Luftbrücke über Steinkohle zu Heidschnucken

Spandau und die Partnerstadt Faßberg in der Lüneburger Heide verbindet eine lange Tradition. So landete am 27. August 1949 der letzte Kohleflieger aus Faßberg auf dem Flughafen Gatow. 65 Jahre später bedankten sich die Spandauer im August 2014 zum Ende der Luftbrücke mit einem Stück Steinkohle aus dem Heizkraftwerk Reuter bei den Faßbergern. Im September vor zwei Jahren schenkten die Faßberger den Spandauern dann zwei Heidschnucken. Bock und Aue sollten die Schafzucht am Fort Hahneberg auffrischen. Zur Taufe der zwei Heidschnucken war damals auch Frank Bröhl angereist. uk

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