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Flüchtlingszahl sinkt langsam: Weniger Asylbewerber in Spandau

Spandau. Im Bezirk ist die Zahl der Flüchtlinge leicht gesunken. Momentan beherbergen die acht Unterkünfte 4271 Männer, Frauen und Kinder. 2016 waren es noch mehr als 5000.

Mit 1277 Flüchtlingen ist die Notunterkunft an der Schmidt-Knobelsdorf-Straße in Wilhelmstadt die größte Einrichtung im Bezirk. 624 leben in der Notunterkunft an der Mertensstraße und 612 in der Erstaufnahme am Waldschluchtpfad. In der Motardstraße sind es aktuell 463. Ob die marode Erstaufnahme geschlossen wird, wie seit Jahren gefordert, steht immer noch in den Sternen. Der Bezirk habe trotz Nachfrage immer noch keine „belastbaren Auskünfte vom Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten zur Schließung der Motardstraße“, informierte Bürgermeister Helmut Kleebank (SPD) jetzt die Bezirksverordneten. Die Linksfraktion hatte zum Thema nachgefragt.

In den Gemeinschaftsunterkünften Staakener Straße und Pichelswerderstraße sowie in der Erstaufnahme Askanierring wohnen insgesamt noch rund 900 Flüchtlinge. Die Zahl der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge liegt im Bezirk derzeit bei 65. Die Betreiber der Unterkünfte melden dem Landesamt täglich die aktuellen Belegungszahlen.

Neue Modulare Unterkünfte (MUFs) für Flüchtlinge sind wie berichtet an der Freudstraße 4, Griesinger Straße, Rauchstraße 22, Wilhelmstraße 25 sowie Schmidt-Knobelsdorf-Straße geplant. An der Freudstraße im Falkenhagener Feld haben die Bauarbeiten bereits begonnen. Das Haus soll Mitte Juni 2017 bezugsfertig sein. Dort hatten Anwohner Unterschriften gegen den Standort mitten im Wohngebiet gesammelt. Die Flächen an der Rauchstraße, Schmidt-Knobelsdorf-Straße und Wilhelmstraße sollen noch in diesem Jahr für die MUFs vorbereitet werden. An der Griesinger Straße soll es Anfang 2018 losgehen. Das Gelände dort ist allerdings noch nicht erschlossen. uk

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