Grüne kontra Elterntaxis
Schulen sollen ab dem Schuljahr 2020/21 beratend wirken

„Elterntaxis sind ein Hauptgrund dafür, dass Schulwege besonders in unmittelbarem Umfeld der Schule unübersichtlich und gefährlich sind“, erklären Annabelle Wolfsturm und Martina Zander-Rade von den Grünen. Die beiden Bezirksverordneten haben dagegen einen Plan entwickelt.

Ab dem Schuljahr 2020/21 sollen Schulen demnach Eltern bereits bei der Anmeldung ihres Kindes „eingehend über die Gefahren von Elterntaxis“ informieren. Gefährdet seien insbesondere Kinder, die ihren Schulweg zu Fuß, mit dem Rad, Roller oder mit öffentlichen Nahverkehrsmitteln zurücklegen. Den Eltern müsse klargemacht werden, dass „das Absetzen der Kinder unmittelbar vor dem Schultor aus diesem Grund unerwünscht ist“.

Ihr Antrag ziele nicht darauf ab, das Bringen mit dem elterlichen Auto zu verbieten. Es gehe ihnen lediglich darum, das direkte Absetzen vor der Schule mit einer freiwilligen Selbstverpflichtung zu unterbinden. „Die Sicherheit vieler Schulkinder wiegt mehr als der persönliche Komfort weniger Eltern, die mit ihrem Verhalten für gefährliche Situationen im Schulumfeld sorgen“, betonten die Grünen. Mit der Schulpflicht habe der Staat auch für sichere Schulwege zu sorgen.

Es werde dauern, bis erste Effekte zu sehen seien. Dennoch sind sie von ihrer Idee überzeugt. „Versuche in Deutschland als auch in Europa haben gezeigt, dass unerwünschte Effekte, wie eine bloße Verlagerung des Verkehrs, nicht eintreten, sondern sich der Verkehr im Schulumfeld in alle Richtungen verlagert und somit die Verkehrsdichte vor den Schulen abnimmt.“ Das Bezirksamt, dass für das Beratungsangebot gegebenenfalls mit der zuständigen Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie zusammenarbeiten müsste, soll bis Ende August Stellung zu dem Vorschlag nehmen.

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