Über 3100 Wohnungslose im Bezirk
Unterbringung kostet pro Person bis zu 50 Euro täglich

Im Bezirk Tempelhof-Schöneberg waren zum 31. Dezember 2018 über 3000 Menschen wohnungslos gemeldet beziehungsweise nach dem Allgemeinen Gesetz zum Schutz der öffentlichen Sicherheit und Ordnung (ASOG) untergebracht.

Das hat das Bezirksamt auf eine mündliche Anfrage der grünen Verordneten Aferdita Suka mitgeteilt. Von den insgesamt 3187 untergebrachten Menschen lebten 1858 in familiären Gemeinschaften, also als Alleinerziehende mit einem und mehr Kindern, als Paare mit einem und mehr Kindern. Der Prozentsatz der Haushalte mit Kindern beläuft sich auf 58,3 Prozent.

1331 Haushalte mussten länger als ein Jahr nach ASOG untergebracht werden. Es betrifft sowohl Ein- und Zwei-Personen-Haushalte als auch Paare mit und ohne Kindern und Alleinerziehende. 900 Haushalte mit rund 1630 Personen sind in Hotels und Hostels untergekommen, weil anderweitig kein Platz für sie war.

Die Tagessätze, die die öffentliche Hand für die Unterbringung Wohnungsloser aufbringt, liegen bei mindestens 24 Euro pro Person. Häufig werden bei Neuunterbringungen – in der Regel in Doppel- und Mehrbettzimmern – 30 bis 35 Euro täglich verlangt. Viel verhandeln kann das Bezirksamt nicht. Es ist von Gesetzes wegen zur Unterbringung verpflichtet.

Für Menschen, die einen „besonderen Unterbringungsbedarf“ haben, etwa Menschen mit körperlichen und/oder psychischen Erkrankungen, und in Einzelzimmern oder Unterkünften mit etwas besserem Komfort, zum Beispiel eigenem Waschbecken und WC im Zimmer, unterkommen sollen, liegen die Tagessätze bei 40 bis 50 Euro.

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